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Wissensquiz zu verschenken

Das unten folgende Wissensquiz mit 60 Fragen können Sie sich als als 97 KB große ZIP-Datei herunterladen und lokal benutzen, falls Sie keinen kostenlosen Internetzugang haben. Das Video oben beschreibt, wie das Quiz mit einem Javascript-fähigen Browser genutzt wird.

Wenn Sie selbst eine Liste mit eindeutigen Zuordnungen und einem ähnlichem Aufbau haben, senden Sie uns eine Tabelle mit maximal 5976 Zuordnungen und wir senden Ihr fertiges JavaScript Quiz innerhalb eines Arbeitstages zurück. Die Verarbeitung eine Zuordnung durch uns kostet bei Sie vollständig genutzter Liste weniger als 0,01 Euro (1 Cent).

5950 Cent für 5976 Paare in 996 Fragen (Für Kaufleute in Deutschland: 50 Euro + 19% MwSt = 59,50 Euro)

Wer bis zum 1. Februar 2017 einen neuen Verbesserungsvorschlag als Kommentar zum YouTube-Video verfasst, erhält eine Lieferung kostenlos.


Lernkontrollen mit dem Smartphone und der MoodleMobile App

Vier von fünf Teenies haben ein internetfähiges Smartphone. Bei den Berufstätigen ist der Anteil noch höher. Oft stellt der Arbeitgeber ein Smartphone bereit, weil es im Arbeitsalltag zur Kommunikation unverzichtbar ist.
Die Schule soll auf das Leben und den Beruf vorbereiten. Mit der Aussage: „Das Smartphone wird im Unterricht nur zum Spielen genutzt!“ wird verhindert, dass Schüler ihr persönliches Kulturzugangsgerät auch als ein Lernmittel einsetzen dürfen. In vielen Ländern gehört die Nutzung von Tablets und Smartphones schon lange zum Schulalltag. Länder, in denen Lehrbücher aus Papier durch digitale Bildungsmaterialien ersetzt wurden, haben in den PISA-Studien besser abgeschnitten als zuvor. Bedenkenträger aus der Kategorie des „Cyberkrank!“-Buchautors Manfred Spitzer verhindern mit fragwürdigen Studien den Einsatz zeitgemäßer Lernmittel. Erlaubt sein sollte, was dem Lernen nützt. Dabei kann die richtige App zum Abruf der Bildungsmaterialien auch noch Spaß machen.

Für die neueste Version der im deutschsprachigem Raum verbreiteten Lernplattform gibt es eine App: Wie beim Quizduell werden Multiple-Choice-Fragen eingesetzt. 4 von 8 Antwortmöglichkeiten sind auszuwählen. Im Feedback auf die eingereichten Lösungen zu den Vokabelzuordnungen finden sich Links zu den Begriffen im Langenscheidt-Wörterbuch. Dort kann man sich auch die passenden Beispiele vorsprechen lassen.

Die Kontext-abhängige Bedeutung der Begriffe in verschiedenen Sprachen wird mit Verknüpfungen zur Bildersuche unterstrichen: Das Wort Zelle (engl.: cell) hat im Fach Physik eine andere Bedeutung als im Fach Biologie. Im Fach Religion lernt man, dass es ein Raum im Kloster ist, wo Mönche oder Nonnen übernachten. Den gleichen Zweck erfüllt eine Zelle in Strafvollzugsanstalten.

Die automatisch vorbereiteten Links laden zum Experimentieren ein.

Neben dem oben gezeigten Video gibt es drei Optionen zur Besichtigung der beschriebenen Möglichkeiten der App MoodleMobile:

  1. Testzugang bei https://www.wer-weiss-was.net   – Ein auf 3 Wochen befristeter Zugang ist kostenlos. Anfragen richten Sie bitte an support@bluepages.de
  2. Download des kompletten Kurses für den Test auf der eigenen Lernplattform (mbz-Datei, 100 KB)
  3. Download der Fragensammlung im xml-Format für den Import in eine Fragensammlung auf der eigenen Lernplattform (105 Fragen als Textdatei, 833 KB)

Die bluepages gmbh produziert Kurse und Fragensammlungen. Ein vergleichbarer Kurs kostet weniger als 1000 Euro (840 € + MwSt.).
Wer selbst solche Fragensammlungen produzieren möchte, kann einen E-Learning-Kurs buchen, um das notwendige Knowhow für effiziente Quizproduktionen zu erwerben.

Was darf man im Unterricht mit unseren YouTube-Videos machen?

yt-statistik2016 Die Rechtslage bei der Nutzung von YouTube-Videos im Unterricht hat der Leiter eines Medienzentrums verständlich zusammengefasst. YouTube gestattet Privatkopien. Diese dürfen im Unterricht nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers vorgeführt werden!

Wer bei der Nutzung unserer Videos rechtlich auf der sicheren Seite sein möchte, kann mit uns Kontakt aufnehmen. Wir ermöglichen fast jede Form der Nutzung unserer Videos, wenn die Interessenten den gewünschten Nutzungsumfang beschreiben und ein Angebot machen, was sie als Gegenleistung zu zahlen bereit sind. Wenn das Angebot nachvollziehbar ist, gibt es die gewünschte Nutzungslizenz gegen die genannte Einmalzahlung. Ein Beispiel: Eine Einrichtung mit 1000 potentiellen Nutzern erwirbt für 2000 Euro eine Lizenz für unsere 412 veröffentlichten Erklärvideos.
Diese Einmalzahlung schließt alle Nutzungsmöglichkeiten im Intranet ein. Das schließt auch die Erlaubnis ein, dass alle Videos auf Speichermedien der zur Einrichtung gehörenden Personen übertragen werden dürfen, damit sie offline genutzt werden.
Fazit: Einrichtungen formulieren ihren Bedarf und erhalten maßgeschneiderte Nutzungsrechte. Zahlende Kunden ermöglichen neue Produktionen. Wer zahlt darf mitbestimmen, was als nächstes produziert wird. Förderer können im Vorspann neuer Erklärvideos genannt werden, sofern die Nutzungsbedingungen und den Community-Richtlinien von YouTube eingehalten werden.

Online-Workshops für Lehrer zur Gestaltung von digitalen Bildungsmaterialien

DigitalPakt#D ist der richtige Ansatz, um die Hardwareausstattung in Schulen zu verbessern. Doch damit ist es nicht getan. Viele Lehrer sind digitale Analphabeten und damit nicht in der Lage, die Schüler von heute auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten.
Die bluepages gmbh hat auf Anregung eines Kasseler IHK-Bildungsberaters eine ergänzende Sprachschulung für arbeitswillige Flüchtlinge entwickelt. Der dort präsentierte Baustein kann als Fallbeispiel abgerufen werden. Er für die berufliche Ausbildung im Logistikbereich geeignet. Mit den gleichen Werkzeugen lassen sich aber auch Materialien für den Sprachunterricht erstellen. Der für die Allgemeinbildung entwickelte Baustein eignet sich besonders für den fächerübergreifenden Unterricht. Das Knowhow zur schnellen und preiswerten Entwicklung solcher digitalen Bildungsmaterialien soll ab November in vier online-Workshops verfügbar gemacht werden.

Die komplette Website für das Pilotprojekt steht unter einer Creative Commons Lizenz und darf kopiert, verändert und weitergegeben werden: ess.wer-weiss-was.net

Coaching bei Website-Projekten zur Förderung von Medienkompetenz

Viele Bildungseinrichtung – bei Kindertagesstätten angefangen – haben noch keine zeitgemäße Internetpräsenz auf der Basis von selbst verwalteten Content-Management-Systemen.
Das mit mehr als 60 Millionen Installationen weltweit genutzte WordPress ist oft der Grundstein für dynamische Websites. Es ist kostenlos, leistungsfähig und vergleichsweise leicht erlernbar. Wenn eine Bildungseinrichtung nur eine Internetvisitenkarte präsentieren möchte, reicht es aus, wenn die Leitung einen geeigneten Administrator bestimmt, um die obligatorischen Informationen auf der Website unterzubringen.
Will man umfassend über die Einrichtung informieren und permanentes Interesse der Besucher wecken, benötigt man ein Team, welches interessante Beiträge aus allen Bereichen beisteuert und dazu die Medienkompetenz hat, autonom zu publizieren und auf Feedback angemessen zu reagieren. Um in einem Website-Team mit solchem Selbstverständnis aufgenommen zu werden, ist es vorrangig, verständlich schreiben und bildlich darstellen zu können. Fehlende technische Fertigkeiten und fehlende Kenntnisse der Rechtslage im Internet lassen sich leichter beseitigen, als unverständliche Formulierweisen. Damit der Einstieg leichter gelingt, sollte dem Website-Team ein Coach zugeordnet werden, solange es Begleitung wünscht.
An der Vorbereitung und Umsetzung eines realen Website-Projektes wird die Medienkompetenz der beteiligten Coachees nachhaltig gefördert, weil es nicht als Übung und Spielerei empfunden wird.
Am Ende des Projektes soll nicht nur eine informative dynamische Website stehen. Die Coachees sind Pädagogen und sollen ihre Erfahrungen aus diesem Projekt an ihre Klientel, d.h. Kinder, Schüler, Studenten und Auszubildende weitergeben können: Wie können Veröffentlichungen im Internet ablaufen und was ist dabei zu beachten.
Das Angebot eines Coaches beinhaltet Hilfe zur Selbsthilfe: Er begleitet die notwendige Soll-Ist-Analyse und die folgende Umsetzung mit Hilfe eines virtuellen Coaching-Raumes auf einer Lernplattform.
Die Lernplattform, welche den virtuellen Coaching-Raum bereitstellt, liefert mit ihren Foren das asynchrone Werkzeug zur zeitlich versetzen Kommunikation und Information.
Das asynchrone Arbeiten ist nötig, weil die Anberaumung von Terminen mit Präsenzpflicht grundsätzlich schwierig ist, wenn wesentlich mehr als zwei Personen terminlich abzustimmen sind. Der virtuelle Coaching-Raum, den man jederzeit von jedem Ort mit Internetzugang erreichen kann, ermöglicht jedem Coachee die Teilhabe und den Abruf von Informationen über den gesamten Projektfortschritt. Im Forum werden offene Fragen, Diskussionen, Lösungen und Anregungen von Coach und Coachees dauerhaft dokumentiert.
Die Vorkenntnisse der Coachees sind erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich. Deshalb verweist der Coach auf sein ca. dreistündiges Erklärvideo zu den WordPress-Grundlagen. 15 Videoabschnitte decken alle wichtigen Themen ab.
Begleitend zur Einarbeitung mit Hilfe des Videos können Teilnehmer offene Fragen im Forum diskutieren. Werden intern nicht alle offenen Detailfragen hinreichend von den Coachees geklärt, wird der Coach aktiv. Er hat die Wahl, eine Präsenzveranstaltung anzusetzen oder die Fragen durch Text- und Videobeiträge im virtuellen Coaching Raum zu beantworten.
Im eingebetteten Video wird zunächst der Begriff „Projektcoaching“ erläutert. Am Ende des Videos gibt es Aussagen zu den zu erwarteten Kosten für die Einbeziehung des Coaches.

Die unten folgende Tabelle ermöglicht den direkten Zugriff auf die Videoabschnitte zum leicht zu reproduzierenden Kita11-Fallbeispiel. Auf dieser Basis sollte die Einarbeitung einer Lerngruppe gelingen:

Erklärvideo zum Aufbau von WordPress-Websites Beginn   Ende      Dauer
1 Einleitung und Vorschau auf die Erklärvideos 0:00:00 0:17:15 0:17:15
2 Webhosting und Installation 0:17:15 0:26:27 0:09:12
3 5 Minuten Installation und erste Aktionen des Administrators 0:26:27 0:38:18 0:11:51
4 Funktion der Benutzerrolle „Mitarbeiter“ 0:38:18 0:48:47 0:10:29
5 Die Rollen: Redakteur, Autor, Abonnent 0:48:47 1:05:52 0:17:05
6 Plug-Ins erweitern den Funktionsumfang 1:05:52 1:13:55 0:08:03
7 Erste Beiträge und Seiten erstellen 1:13:55 1:25:36 0:11:41
8 Die Formatierung von Texten 1:25:36 1:35:12 0:09:36
9 Bildergalerien anlegen einbauen 1:35:12 1:41:24 0:06:12
10 Videos einbauen 1:41:24 1:51:25 0:10:01
11 Menüs für statische Websites einrichten 1:51:25 2:00:34 0:09:09
12 Themes auswählen und anpassen 2:00:34 2:11:22 0:10:48
13 Logos und Beitragsbilder einsetzen 2:11:22 2:19:55 0:08:33
14 Widgets konfigurieren 2:19:55 2:31:33 0:11:38
15 Gesetzliche Regelungen: Impressum, Datenschutz, Urheberrecht   2:31:33 2:51:32 0:19:59

Einen vergleichbaren Beitrag zum Coaching bei der Gestaltung von Lernplattformen gibt es auf der Website von Konrad Rennert.

Crowdfunding soll Quizgeneratoren finanzieren

Ein Besuch der documenta 14 in Kassel mit Begleitung des Geschäftsführers der bluepages gmbh ist ein möglicher Return on Investment unseres Crowdfunding Projektes.

Ziel ist es, kreative Investoren zu überzeugen, damit wir mit deren Unterstützung effiziente und einfach zu handhabende Quiz-Generatoren auf der Basis von Excel für Lern- und Content Management-Systeme entwickeln und vermarkten können.
In zwei Videos und der Beschreibung der Honorierung von Investoren ist das Projekt in englischer Sprache auf der Crowdfunding Plattform von Kickstarter dokumentiert.

Playlist mit Fallbeispielen zur Weiterbildung von Quizdidaktikern

Die Informationen der Playlist „Quizdidaktik-Tools“ liefern viele Anregungen, wenn man auf beliebigen Websites oder der Lernplattform Moodle unterrichtswirksame Online-Quizze bereit stellen möchte.
Auf der Basis langjähriger Erfahrungen mit professionell gestalteten Online-Tests und Lernplattformen wurde vom Autor (Konrad Rennert) ein Angebot mit sofort nutzbaren Fallbeispielen erstellt. Dabei spielt die Erkenntnis eine große Rolle, dass moderne Lernmaterialien die allseits verbreiteten Smartphones und Tablets unterstützen müssen. Fast jeder hat eines, für Schüler, Studenten, Azubis und fast jeden Migranten sind sie unverzichtbares Accessoire.
Bekanntermaßen ist das Quizduell bei Wissenshungrigen eine der am häufigsten verwendeten Apps, aber für unterrichtswirksame Einsätze taugt diese App aufgrund der notwendigen Funktionsbeschränkung wenig. Gefordert sind einfache Handhabung, Flexibilität beim Formulieren von Fragen und geringe Kosten, um interaktive, multimediale Bildungsmaterialien zu fördern.
Für die verbreitete Lernplattform Moodle hat das der Autor schon vor Jahren umgesetzt. Das Problem ist nur, dass die Zielgruppe der Lehrer und Kursleiter keine Kenntnis der umfangreichen Möglichkeiten dieser Lernplattform hat. In Unkenntnis von sinnvollen Optionen werden auf solchen Plattformen oft nur Dateien und Bekanntmachungen bereitgestellt.
Die Studienpläne für Pädagogen können auf neue interessante Optionen nur mit jahrelanger Verspätung reagieren. Weiterbildung für aktive Lehrer kann aktuelle Entwicklungen jedoch berücksichtigen.
Wie fast zu erwarten war, hat Bayern dort am meisten zu bieten: https://www.mebis.bayern.de.
Dort ist auch die Seite quizdidaktik.de des Aschaffenburger Lehrers Jakob eingebunden. Sein einfach zu handhabender Lückentextgenerator wird wahrscheinlich schon vielfach genutzt. Continue reading

Unsere Kernkompetenzen: Fragen und Antworten

5 W-Fragen in Textform:

Was wird angeboten? Warum? Wie und wo? Wem nutzt es? Wer produziert?
Erklärvideos in Abfolgen von verständlichen Fallbeispielen:
https://youtube.com/KonradRennert/playlists
Das ist Orts- und Zeit-unabhängig und gewährleistet eine gleichbleibende Qualität des Vortrags. YouTube wird für allgemein zugängliches Material verwendet.

CMS und LMS kommen zur Speicherung von Material in Frage, welches nur für bestimmte Gruppen zugänglich sein soll.

Interessenten und Mitarbeitern welche keine Möglichkeit haben, an den Präsenzveranstaltungen teilzunehmen oder diese vor- oder nachbereiten möchten. Fachleute mit dem Knowhow zur Aufzeichnung und Bereitstellung des Materials.
Assessments in Tests zur Selbsteinschätzung oder zur Lernerfolgskontrolle:
http://konrad-rennert.de/testangebot
Das dient der Nachhaltigkeitsabsicherung von Lerneinheiten.

Das Prüfungsergebnis hängt nicht von der Beurteilung der Prüfer ab.

Selbsttests können irgendwo per Internetzugang stattfinden.

Benotete Tests sollten in zertifizierten Räumen unter Aufsicht stattfinden.

Den Teilnehmern nutzt es zur Selbsteinschätzung.

Den Lehrern und Ausbildern, sowie den Personalverantwortlichen nutzt es zur Beurteilung von Kenntnisständen und der Nachhaltigkeitsabsicherung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Fachleute, welche sich sowohl im Fach als auch mit den Tools für das e-Assessment auskennen. Es kann aber auch ein Projektteam sein, in dem sich die Fachleute ergänzen.

Details im Video:

Bluepages beauftragt Sponsoring-Agentur

Offene Bildungsmaterialien werden nicht von den Nutzern bezahlt. Diese Rezipienten sind in Zeiten von Wikipedia und YouTube an kostenlose Angebote gewohnt. Produzenten wie die bluepages gmbh müssen über die Finanzierung ihrer Produktionen nachdenken. Bildungssponsoring scheint geeignet, ein langfristiges Konzept mit passenden Sponsoren umzusetzen.
Zur Erstellung eines Entwurfs und der Herstellung von Kontakten mit Sponsoren wurde eine Agentur mit langer Erfahrung wurde beauftragt
Der Hintergrund zum Thema wird im folgenden Video veranschaulicht:

Offshore-Server mit Nacktfotos eröffnen auch Optionen für Online-Bildungsmaterialien

C160Der brisante Titel könnte von der Bild-Zeitung kommen. Bild wird aber selten mit Bildung in Zusammenhang gebracht. Die Aussage im Titel erschließt sich schnell durch logisches Nachdenken über die Rechtssache „C-160/15„: Nacktfotos wurden illegal auf einer Website ins Internet gestellt. Das ist in der EU aber nicht in Fernost strafbar.

Die Herausgeber der niederländischen Ausgabe des Playboys haben als Geschädigte gegen europäische Websitebetreiber geklagt, welche Links auf die illegalen Nacktfotos gesetzt haben. Der Gutachter des europäischen Gerichtshofes hält die Links auf urheberrechtswidrige Angebote nicht für rechtswidrig.

Wahrscheinlich folgt das höchste europäische Gericht dem Gutachten. Das dürfte jetzt für Verlage zum Riesenproblem werden. In deren früheren Szenarien wurde zur Sicherung der Urheberrechte über Schultrojaner nachgedacht. Der Schultrojaner kam zwar nicht. Die Diskussion darüber erzielte dennoch Wirkung. Lehrern und Ausbildern wurde von ihren Vorgesetzten mit dem Hinweis auf das geltende Urheberrecht verboten, solche Links zu setzen oder YouTube-Lernvideos einzubinden.

Bisherige Drohkulissen sind jetzt nur noch denkbar, wenn eine rechtswidrige Zensur für Links eingeführt wird. Demnächst sind Unterrichtsszenarien denkbar, bei denen Lehrmaterialien ohne Beachtung des europäischen Urheberrechts auf außereuropäischen Servern bereitgehalten werden. Die auf den europäischen Lernplattformen gesetzten Links auf fernöstliche Server machen deren Inhalte dank des schnellen Internets genauso zugänglich, als wenn sie direkt vor Ort stehen würden. Das bedeutet quasi eine rechtmäßige Enteignung der Rechteinhaber. Das einzige, was mit den verlinkten Seiten weiterhin verboten bleiben wird: Sie dürfen nicht lokal gespeichert oder als pdf-Datei oder in gedruckter Form in den Verkehr gebracht werden.

So werden zu den Offshore-Finanzplätzen demnächst logischerweise die Offshore-Server-Farmen kommen, weil damit bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr gespart werden können. Die Bereitstellung aller gängigen deutschen Bildungs-Materialien auf Offshore-Servern außerhalb des Geltungsbereiches europäischer Urheberrechte wird mit einem drei bis vierstelligen Monatsbudget zu machen sein.

Wenn es dank der Rechtssache „C-160/15“ keine Klagemöglichkeit der Offshore-Geschädigten gibt, wird man machen, was mit Links machbar ist. Die Moral sollte bei der Bekämpfung von Offshore-Modellen nicht bemüht werden, weil sie in unserem Rechtssystem keine Rolle spielt. Vernünftig ist es, sich gütlich mit den Bildungsverlagen zu einigen. Sie könnten gegen angemessene Entschädigung ihre vorhandenen Materialien als offene Bildungsresourcen freigeben. Die bewährten Autoren behalten ihre Daseinsberechtigung, weil sie zukünftig gegen Bezahlung die Qualitätsstandards für überarbeitete Online-Auflagen sichern.

Bildungsverlage, welche nicht zum Überdenken des bisherigen Geschäftsmodells bereit sind, müssen langfristig befürchten, dass sie Dank der Offshore-Server das Nachsehen haben werden. Wer Entwicklungen verschläft, wird vom Markt verdrängt. Brockhaus und Encyclopedia Britannica wurden schon von der kostenlos zugänglichen Wikipedia verdrängt und der Bildung hat es nicht geschadet.

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