bluepagesQuestionBank1000 steht als Freeware bereit

Wenn die Beschreibung zur Vorgeschichte des Angebotes nicht lesenswert erscheint, kann man sich die in ein ZIP-Archiv gepackte Anwendung direkt von der bluepages Website https://wer-weiss-was.net herunterladen. Zur Einweisung eignet sich das nebenstehende YouTube-Video.

Quizspiele im Stil von „Wer wird Millionär“ und „Quizduell“ sind beliebt und haben im Fernsehen ihren Platz gefunden. Ob das viel für die Bildung bringt, wird von manchen Pädagogen bezweifelt. Auf jeden Fall erweitern die Mitspieler und Zuschauer damit ihr Paukwissen mit mehr oder weniger sinnvollen Fakten.
Sinnvoller ist, wenn Schüler und Studenten unter Anleitung erfahrener Fachkräften selbst solche Fragen zusammenstellen und für ihre Mitschüler organisieren: Bei der Organisation des gemeinsam geplanten Fragenpools gibt es Diskussionen über Schwierigkeitsgrade und die richtigen Antworten sowie die notwendigen Quellenangaben, um die richtigen Antworten auch belegen zu können.

Fächerübergreifendes Denken und didaktische Fähigkeiten sind bei der Zusammenstellung gefragt: Wie formuliert man Fragen mit eindeutigen Antwortmöglichkeiten so, dass sie schnell von der vorgesehenen Zielgruppe verstanden werden und vom Schwierigkeitsgrad angemessen sind? Wie recherchiert man Quellen, welche die richtige Lösungen zweifelsfrei belegen können? Wie formuliert man falsche Antworten so, dass sie den Kandidaten als mögliche Optionen erscheinen und nicht sofort durch banale Plausibilitätsüberlegungen ausscheiden.
Der gerade geschilderte Teil erfordert neben Fachkenntnissen die gute Beherrschung der deutschen Sprache und die Fähigkeit im Internet zu recherchieren. Die von Suchmaschinen vorgeschlagenen Ergebnisse sind zu bewerten und in urheberrechtlich unbedenklicher Weise den Kandidaten als Feedback zu präsentieren, nachdem sie ihre Lösung abgegeben haben.

Fachkenntnisse, Sprachkenntnisse, Recherchekenntnisse und Urheberrechtskenntnisse müssen zusammenwirken, damit die Multiple-Choice Frage mit sinnvollem Feedback in die Sammlung aufgenommen werden kann.
Beim ersten Erscheinen dieser Ratespiele recherchierte man noch in bekannten Enzyklopädien wie dem Brockhaus oder der Enzyklopädie Britannica. Beide wurden von der Wikipedia verdrängt. Heutzutage kann das Feedback für die richtigen Antworten auch meistens mit Videos aus den üblichen Portalen visualisiert werden.
Anstelle der Karten mit den Fragen auf der Vorderseite und der Lösung auf der Rückseite gibt es heute Apps für Smartphones und PCs. Nach der Auswahl der Antwort erfolgt die Abgabe. Das Feedback zur Lösung lässt sich bei Bedarf auch sehr aussagekräftig gestalten. Links zu passenden multimedialen Fundstellen gehören zu den Optionen und können schnell bereitgestellt werden.
Es gibt viele Apps, welche die oben genannten Erkenntnisse umsetzen. Von noch größerem Interesse könnte es jedoch sein, wenn Schüler und Lehrer gemeinsam den Fragenpool erweitern und dabei fächerübergreifend mit den geeigneten Werkzeugen agieren. Jeder, der das möchte, kann sich mit geringen Kosten eine eigene Lern- und Quizplattform mit integrierter Videokonferenzlösung zusammenstellen.
Multiple-Choice Fragetypen sind sowieso im Standardumfang jeder Moodle-Lernplattform enthalten. Die kostenlose vollinstallierte Standard-Lernplattform mit der Option für Videokonferenzen ist seit ca. einem Jahr im Hosting Angebot der Macher von Moodle erhältlich. Bis zu 50 Teilnehmer können dort zusammenarbeiten. Sollen es mehr werden, kostet es ein paar australische Dollar. Weitere Details findet man bei: https://moodlecloud.com: “Free Hosting Services from the Makers of Moodle”
Der Autor hat sich zum Test eine solche kostenlose Lernplattform für 50 Teilnehmer eingerichtet. Neben der selbstgehosten Lernplattform https://wer-weiss-was.net hat er seine Moodlecloud mit großem Zuspruch bei seiner Arbeit als Teletutor für den ECDL-Computerführerschein eingesetzt. Es gibt keinerlei Probleme, wenn man von der unaufdringlichen Werbung in der Fußzeile absieht. Die hätte man aber gegen eine Jahresgebühr von ca. 60 Euro abstellen können. Einweisungen in die Handhabung von Moodle gibt es kostenlos oder gegen eine geringe Abogebühr, wenn man es deutschsprachig und per Video erklärt haben möchte.
Zur Erstellung von Quizfragen gibt es in Moodle integrierte Formulare und ergänzende Tools, wie sie auf der Seite von http://quizdidaktik.de zu finden sind. Die genannten Werkzeuge sind bei kleinen Insellösungen durchaus sinnvoll. Für große Fragenpools, wie sie im Zusammenhang mit OER wünschenswert sind, sind sie ungeeignet. Niemand kann systematisch und umfassend nach frei verfügbaren Fragen zu einem Thema suchen und die gefundenen Resultate bearbeiten und in seine Lernplattform einbinden. Diesen Komfort erhält man nur mit einer Datenbank, bei der man sich auf Standards einigt. Mit einer Standardisierung der Frage und Antwortfelder und der Verschlagwortung in einer Datenbank können interessante Pools mit Fragen rasch gefunden und in die eigene Plattform importiert werden.
Datenbanken sind die wichtigsten Werkzeuge für das Internet und für fast alle wichtigen Anwendungen in der digitalen Welt. Das Know-how, Datenbanken zu strukturieren und zu verwalten hat jedoch nur ein verschwindend kleiner Teil von Fachleuten. Man will die in den Datenbanken von Google oder der Wikipedia recherchierten Ergebnisse nutzen, aber nicht unbedingt wissen, wie sie zustande kommen. Die Denkweise ist bei der Benutzung von Kraftfahrzeugen ähnlich: Man will mit dem Fahrzeug zum Ziel gelangen, aber nicht im Detail wissen, wie sie gebaut werden und funktionieren.
Bei der anschaulichen Tabellenkalkulation verhält es sich anders als bei den abstrakt wirkenden Datenbanken. Tabellenkalkulation ist für Internetanwendungen nicht so wichtig, aber sie ist ein oft bekanntes universelles Werkzeug zum Rechnen und zum einfachen Verwalten von Listen bzw. Tabellen. Programme wie Excel können Daten für Datenbanken bereitstellen oder von dort importieren und weiterverarbeiten. Excel eignet sich zum Einstieg in die Nutzung von Datenbanken, weil es anschaulich und weit verbreitet ist. Für Privatanwender und Schüler kostet die Beschaffung nur wenig. Excel enthält alle mathematischen Funktionen, die man in der Schule, im Studium und Beruf braucht. Es enthält auch die leicht verständliche Programmiersprache Visual Basic und Entwicklertools. Sie ermöglichen schnelle Erfolge beim Programmieren und sparen viel Zeit, wenn man kurzfristig Ergebnisse benötigt. Die Verfügbarkeit von Compilern ermöglicht es zudem, die selbst entwickelten Programme vor dem Zugriff von Raubkopierern zu schützen. Das ist wichtig, wenn man mit geistiger Arbeit sein Einkommen verdienen muss.
Kurzum: Excel bietet derzeit alles, was benötigt wird, um Lernplattformen für E-Prüfungen effizient zu bestücken. Bei Bedarf können Datenbanken zur Verwaltung von Fragenpools vorgeschaltet werden. Dort werden die verschlagworteten Fragen mit wenigen Klicks ausgewählt. Die Auswahl wird dann per XML-Datei bereitgestellt und kann in üblichen Lernmanagement Systemen importiert werden.
Die Freeware-App bluepagesQuestionBank1000 ist ein Prototyp zur Veranschaulichung der Möglichkeiten. Sie beweist die Sinnhaftigkeit der vorgeschlagenen Lösung auf der Basis von Tabellen.
Die Lösung mit der Kombination aus Moodle und Excel-Arbeitsmappen mit Makros unter Einsatz eines Compilers kann erweitert werden. Das vorhandene Knowhow kann auf Datenbanken und weitere Fragetypen und andere LMS transferiert werden. Das ist keine Frage der Machbarkeit sondern nur der bereitstehenden Budgets, welche man zur Entwicklung von E-Prüfungen einsetzt. Die bereitgestellte Freeware ist ein voll funktionstüchtiger Prototyp auf dessen Basis viele Weiterentwicklungen denkbar sind.

Hinweise zum Download der Freeware mit 1000 Multiple-Choice Beispielfragen aus neun Schulfächern:
Die ZIP-Datei muss nach dem Download zunächst entpackt werden. Dabei gibt es Warnhinweise auf mögliche Gefahren. Man sollte nur fortfahren, wenn man den Download selbst von https://wer-weiss-was.net durchgeführt hat oder dem Lieferanten traut. Weitere Hinweise und die Kurzanleitung stehen dann auf dem 1. Blatt der geöffneten Excel-basierenden Applikation. Das oben eingebettete Erklärvideo beginnt mit der Fragenbearbeitung mit Excel und endet beim Start eines gerade produzierten Chinesisch-Tests in Moodle.

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