Informationen für unsere Kunden

E-Learning und E-Prüfungen

E-Learning und E-Prüfungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Wer diese Optionen für Bildung, Aus- und Weiterbildung sinnvoll und zukunftssicher nutzen möchte,

* bildet seine Mitarbeiter so aus, dass deren Kenntnisse den definierten Standards beim Knowhow über die verwendeten Produkte und den Datenschutz genügen
* nutzt Erkenntnisse aus der Didaktik, wie man von den Besten lernt: https://www.e-teaching.org/didaktik/konzeption/entwurfsmuster
* verwendet standardisierte und verbreitete Werkzeuge – Moodle und die Microsoft-Office Produkte gehören mit Sicherheit zu den üblichen Werkzeugen.

 

Im Kontext der oben genannten Aufzählungspunkte ist die bluepages gmbh tätig. Sie stellt ab sofort die Freeware bluepagesQuestionBank1000 bereit. Die Namenswahl der App beinhaltet den Gegenstand der Applikation, die Moodle QuestionBank. Für die nicht mit LMS beschäftigten Leser: Question Bank ist die Fragenverwaltung des weltweit am weitesten verbreiteten Lernmanagement-Systems (LMS) Moodle. Die 1000 wurde Bestandteil des Namens, weil 1000 Fragen als Entwurfsmuster zu 9 Schulfächern mitgeliefert werden.

Zur Veranschaulichung der App wird ein YouTube-Video mit einer Dauer von 24 Minuten bereitgestellt. Wer mit Excel und Moodle vertraut ist, wird innerhalb von Minuten die mitgelieferten Tests auf seiner eigenen Lernplattform bereitstellen können. Das Nachvollziehen der Aktion aus dem Video ist sinnvoll, um die eigene Plattform auf Aktualität und Brauchbarkeit zu untersuchen. War der Test erfolgreich, kann man eigene Fragen in die Excel-Tabellen eintragen und auf die gleiche Art und Weise in Moodle importieren. Hat man damit die notwendige Sicherheit im Umgang erworben, kann man den Vorschlag des Lehrers Florian Emrich aufgreifen und die Schüler mit der Erfassung von Fragen zum behandelten Stoff in ihren Unterrichtsfächern beauftragen.

Solche Aufgaben führen zwangsläufig zu Reflexion über den Stoff:

Umfang und Schwierigkeitsgrade müssen besprochen werden. Schüler und Studenten sind hoch motiviert, wenn sie selbst Fragen und Antworten formulieren und sich als Autor dieser Fragen auf der Lernplattform ihrer Einrichtung vorstellen dürfen. Das ist Partizipation, die für alle Seiten zielführend ist. Soziale Kompetenzen und Fachkompetenz ist gefordert. Es wird nur wenig IT-Kenntnis voraussetzt: Die Fragen werden in standardisierter Form in Tabellen eingetragen und nach automatischer Verarbeitung im LMS importiert.

Als Autor einer Frage muss man eindeutig formulieren und die zugehörige richtige Antwort und auch drei eindeutig falsche Antwortmöglichkeiten anbieten, so wie es beim „Quizduell“ und bei „Wer wird Millionär“ üblich ist. Damit das gelingt, ist Sachkenntnis gefordert, deren Entwicklung durch guten Unterricht zu fördern ist. Die Hausaufgaben bestehen nicht aus der Beantwortung von Fragen, sondern aus deren Formulierung, damit andere sie verstehen und auf Basis vorgegebener Lösungen beantworten können. Wenn die zusammengetragenen Fragen besprochen und nötigenfalls überarbeitet wurden, werden sie in eine Tabelle eingetragen und automatisch verarbeitet.

Die Endkontrolle geschieht auf den Smartphones, Tablets oder PCs der Lerngruppe.

Wenn bei der Beantwortung überdurchschnittlich viele Fehler gemacht werden, kommen dafür zwei Gründe in Frage:

  1. Die Frage ist unklar formuliert und enthält keine eindeutigen Antwortmöglichkeiten
  2. Der Stoff wurde noch nicht ausreichend behandelt.

In der Regel freuen sich die Teilnehmer über gelungene Frage-Kreationen, die nebenbei zur Mehrung der Open Educational Ressourcen beitragen, weil die auf Basis der verbreiteten Plattform Moodle leicht weitergegeben werden können.

bluepagesQuestionBank1000 steht als Freeware bereit

Wenn die Beschreibung zur Vorgeschichte des Angebotes nicht lesenswert erscheint, kann man sich die in ein ZIP-Archiv gepackte Anwendung direkt von der bluepages Website https://wer-weiss-was.net herunterladen. Zur Einweisung eignet sich das nebenstehende YouTube-Video.

Quizspiele im Stil von „Wer wird Millionär“ und „Quizduell“ sind beliebt und haben im Fernsehen ihren Platz gefunden. Ob das viel für die Bildung bringt, wird von manchen Pädagogen bezweifelt. Auf jeden Fall erweitern die Mitspieler und Zuschauer damit ihr Paukwissen mit mehr oder weniger sinnvollen Fakten.
Sinnvoller ist, wenn Schüler und Studenten unter Anleitung erfahrener Fachkräften selbst solche Fragen zusammenstellen und für ihre Mitschüler organisieren: Bei der Organisation des gemeinsam geplanten Fragenpools gibt es Diskussionen über Schwierigkeitsgrade und die richtigen Antworten sowie die notwendigen Quellenangaben, um die richtigen Antworten auch belegen zu können.

Fächerübergreifendes Denken und didaktische Fähigkeiten sind bei der Zusammenstellung gefragt: Wie formuliert man Fragen mit eindeutigen Antwortmöglichkeiten so, dass sie schnell von der vorgesehenen Zielgruppe verstanden werden und vom Schwierigkeitsgrad angemessen sind? Wie recherchiert man Quellen, welche die richtige Lösungen zweifelsfrei belegen können? Wie formuliert man falsche Antworten so, dass sie den Kandidaten als mögliche Optionen erscheinen und nicht sofort durch banale Plausibilitätsüberlegungen ausscheiden.
Der gerade geschilderte Teil erfordert neben Fachkenntnissen die gute Beherrschung der deutschen Sprache und die Fähigkeit im Internet zu recherchieren. Die von Suchmaschinen vorgeschlagenen Ergebnisse sind zu bewerten und in urheberrechtlich unbedenklicher Weise den Kandidaten als Feedback zu präsentieren, nachdem sie ihre Lösung abgegeben haben.

Fachkenntnisse, Sprachkenntnisse, Recherchekenntnisse und Urheberrechtskenntnisse müssen zusammenwirken, damit die Multiple-Choice Frage mit sinnvollem Feedback in die Sammlung aufgenommen werden kann.
Beim ersten Erscheinen dieser Ratespiele recherchierte man noch in bekannten Enzyklopädien wie dem Brockhaus oder der Enzyklopädie Britannica. Beide wurden von der Wikipedia verdrängt. Heutzutage kann das Feedback für die richtigen Antworten auch meistens mit Videos aus den üblichen Portalen visualisiert werden.
Anstelle der Karten mit den Fragen auf der Vorderseite und der Lösung auf der Rückseite gibt es heute Apps für Smartphones und PCs. Nach der Auswahl der Antwort erfolgt die Abgabe. Das Feedback zur Lösung lässt sich bei Bedarf auch sehr aussagekräftig gestalten. Links zu passenden multimedialen Fundstellen gehören zu den Optionen und können schnell bereitgestellt werden.
Es gibt viele Apps, welche die oben genannten Erkenntnisse umsetzen. Von noch größerem Interesse könnte es jedoch sein, wenn Schüler und Lehrer gemeinsam den Fragenpool erweitern und dabei fächerübergreifend mit den geeigneten Werkzeugen agieren. Jeder, der das möchte, kann sich mit geringen Kosten eine eigene Lern- und Quizplattform mit integrierter Videokonferenzlösung zusammenstellen.
Multiple-Choice Fragetypen sind sowieso im Standardumfang jeder Moodle-Lernplattform enthalten. Die kostenlose vollinstallierte Standard-Lernplattform mit der Option für Videokonferenzen ist seit ca. einem Jahr im Hosting Angebot der Macher von Moodle erhältlich. Bis zu 50 Teilnehmer können dort zusammenarbeiten. Sollen es mehr werden, kostet es ein paar australische Dollar. Weitere Details findet man bei: https://moodlecloud.com: “Free Hosting Services from the Makers of Moodle”
Der Autor hat sich zum Test eine solche kostenlose Lernplattform für 50 Teilnehmer eingerichtet. Neben der selbstgehosten Lernplattform https://wer-weiss-was.net hat er seine Moodlecloud mit großem Zuspruch bei seiner Arbeit als Teletutor für den ECDL-Computerführerschein eingesetzt. Es gibt keinerlei Probleme, wenn man von der unaufdringlichen Werbung in der Fußzeile absieht. Die hätte man aber gegen eine Jahresgebühr von ca. 60 Euro abstellen können. Einweisungen in die Handhabung von Moodle gibt es kostenlos oder gegen eine geringe Abogebühr, wenn man es deutschsprachig und per Video erklärt haben möchte.
Zur Erstellung von Quizfragen gibt es in Moodle integrierte Formulare und ergänzende Tools, wie sie auf der Seite von http://quizdidaktik.de zu finden sind. Die genannten Werkzeuge sind bei kleinen Insellösungen durchaus sinnvoll. Für große Fragenpools, wie sie im Zusammenhang mit OER wünschenswert sind, sind sie ungeeignet. Niemand kann systematisch und umfassend nach frei verfügbaren Fragen zu einem Thema suchen und die gefundenen Resultate bearbeiten und in seine Lernplattform einbinden. Diesen Komfort erhält man nur mit einer Datenbank, bei der man sich auf Standards einigt. Mit einer Standardisierung der Frage und Antwortfelder und der Verschlagwortung in einer Datenbank können interessante Pools mit Fragen rasch gefunden und in die eigene Plattform importiert werden.
Datenbanken sind die wichtigsten Werkzeuge für das Internet und für fast alle wichtigen Anwendungen in der digitalen Welt. Das Know-how, Datenbanken zu strukturieren und zu verwalten hat jedoch nur ein verschwindend kleiner Teil von Fachleuten. Man will die in den Datenbanken von Google oder der Wikipedia recherchierten Ergebnisse nutzen, aber nicht unbedingt wissen, wie sie zustande kommen. Die Denkweise ist bei der Benutzung von Kraftfahrzeugen ähnlich: Man will mit dem Fahrzeug zum Ziel gelangen, aber nicht im Detail wissen, wie sie gebaut werden und funktionieren.
Bei der anschaulichen Tabellenkalkulation verhält es sich anders als bei den abstrakt wirkenden Datenbanken. Tabellenkalkulation ist für Internetanwendungen nicht so wichtig, aber sie ist ein oft bekanntes universelles Werkzeug zum Rechnen und zum einfachen Verwalten von Listen bzw. Tabellen. Programme wie Excel können Daten für Datenbanken bereitstellen oder von dort importieren und weiterverarbeiten. Excel eignet sich zum Einstieg in die Nutzung von Datenbanken, weil es anschaulich und weit verbreitet ist. Für Privatanwender und Schüler kostet die Beschaffung nur wenig. Excel enthält alle mathematischen Funktionen, die man in der Schule, im Studium und Beruf braucht. Es enthält auch die leicht verständliche Programmiersprache Visual Basic und Entwicklertools. Sie ermöglichen schnelle Erfolge beim Programmieren und sparen viel Zeit, wenn man kurzfristig Ergebnisse benötigt. Die Verfügbarkeit von Compilern ermöglicht es zudem, die selbst entwickelten Programme vor dem Zugriff von Raubkopierern zu schützen. Das ist wichtig, wenn man mit geistiger Arbeit sein Einkommen verdienen muss.
Kurzum: Excel bietet derzeit alles, was benötigt wird, um Lernplattformen für E-Prüfungen effizient zu bestücken. Bei Bedarf können Datenbanken zur Verwaltung von Fragenpools vorgeschaltet werden. Dort werden die verschlagworteten Fragen mit wenigen Klicks ausgewählt. Die Auswahl wird dann per XML-Datei bereitgestellt und kann in üblichen Lernmanagement Systemen importiert werden.
Die Freeware-App bluepagesQuestionBank1000 ist ein Prototyp zur Veranschaulichung der Möglichkeiten. Sie beweist die Sinnhaftigkeit der vorgeschlagenen Lösung auf der Basis von Tabellen.
Die Lösung mit der Kombination aus Moodle und Excel-Arbeitsmappen mit Makros unter Einsatz eines Compilers kann erweitert werden. Das vorhandene Knowhow kann auf Datenbanken und weitere Fragetypen und andere LMS transferiert werden. Das ist keine Frage der Machbarkeit sondern nur der bereitstehenden Budgets, welche man zur Entwicklung von E-Prüfungen einsetzt. Die bereitgestellte Freeware ist ein voll funktionstüchtiger Prototyp auf dessen Basis viele Weiterentwicklungen denkbar sind.

Hinweise zum Download der Freeware mit 1000 Multiple-Choice Beispielfragen aus neun Schulfächern:
Die ZIP-Datei muss nach dem Download zunächst entpackt werden. Dabei gibt es Warnhinweise auf mögliche Gefahren. Man sollte nur fortfahren, wenn man den Download selbst von https://wer-weiss-was.net durchgeführt hat oder dem Lieferanten traut. Weitere Hinweise und die Kurzanleitung stehen dann auf dem 1. Blatt der geöffneten Excel-basierenden Applikation. Das oben eingebettete Erklärvideo beginnt mit der Fragenbearbeitung mit Excel und endet beim Start eines gerade produzierten Chinesisch-Tests in Moodle.

Vorstellung eines Prototyps für die Datenbank zur Bestückung von E-Assessments und E-Prüfungen

Die Lernplattform Moodle hat bei europäischen Schulen und Hochschulen die größte Verbreitung. Dank der hervorragenden Arbeit der Open University gibt es sehr ausgefeilte Fragetypen. Damit lassen sich E-Klausuren weitestgehend automatisch auswerten. Unterentwickelt ist jedoch die Möglichkeit, Fragen aus übergeordneten Datenbanken oder aus der internen Question Bank herauszusuchen und für neue Tests zusammenzustellen.
Konrad Rennert setzt seit der Einführung von Computerführerscheinen solche automatischen Testverfahren ein. Vor vier Jahren hat für den eigenen Bedarf die Fragen seiner Question Bank in eine Datentabelle ausgelagert und dort die Prüfungsfragen für den XML-Import in das Lernmanagement System Moodle vorbereitet. Der im Video vorgestellte Prototyp basiert auf Excel-Tabellen, weil er bei seinen Trainerkollegen kein Datenbankwissen voraussetzt.
Wenn man sich auf Standards zur Dokumentation der Fragen und ihrer Herkunft einigt, können mit der geleisteten Vorarbeit damit Datenbanken aufgebaut werden, die global genutzt werden. Im Prinzip besteht ein Datensatz zur Bildung von Fragen aus 3 Teilen. Der 1. Teil enthält die Quellenangaben: Wer hat die Frage wann in die Datenbank eingestellt. Dazu könnte man sich auf eine ISQN einigen, wie sie bei Büchern als ISBN vorkommt. Der 2. Teil enthält die eigentliche Frage und die Antwortmöglichkeiten in Form von Lückentexten, Multiple Choice, Zuordnungen usw. Der 3. Teil besteht aus den XML-Schemata zum Importieren in die unterschiedlichen LMS wie Moodle, Ilias etc.
Das Video zeigt diese drei Bestandteile an einem Prototyp, der durch eine Excel-Tabelle dargestellt ist. Zum Video gehört eine Download-Möglichkeit für die App mit den präsentierten Fallbeispielen. Damit kann jeder mit hinreichen Moodle- und Excel-Wissen das Beispiel auf eigene Fragenbestände übertragen.
Für die Fachleute an Schulen, Hochschulen und Unternehmen, die Interesse an der Weiterentwicklung haben könnten, gibt es Live-Präsentationen per Videokonferenz. Termine werden kurzfristig vereinbart.

Moodle for the next 10 Years

Eine Reflexion nach dem Vortrag von Martin Dougiamas:

Moodle ist weitverbreitet und in der europäischen Bildungslandschaft etabliert aber die Weiterentwicklung ist unterfinanziert.
 

I) Wichtige technische Aspekte

  1. LMS benötigen Zugangskontrollen zur Plattform und den Kursen. Moodle ist bewährt und kann mit vorhandenen Authentifizierungsmethoden (LDAP …) verknüpft werden.
  2. Wirksamer Unterricht und das Lernen benötigen synchrone und asynchrone Komponenten. Videokonferenzsysteme ermöglichen direkte Kommunikation über das Internet.
    Video-Repositorien liefern leicht verständliche Inhalte. Sie erzielen höhere Akzeptanz als Bücher oder PDF-Dateien.
  3. Assessments (Quizze, Tests) ermöglichen sowohl die Selbsteinschätzung als auch Lernkontrollen, ob die Ziele des Kurses bzw. der Weiterbildung erreicht wurden.

 

II) Wichtige monetäre Aspekte

  1. Die MoodleCloud eröffnet den Einstieg mit geringem Budgets. Moodle.Org kann damit eigene Einnahmen erzielen und Bedarf an späteren zusätzlichen Leistungen generieren, z.B. Branding für die MobileApp bei Bildungsträgern oder bei Unternehmen.
  2. Lokale Moodle-Partner sind gefragt, wenn die Einstiegslösungen mit der Cloud nicht mehr ausreichen. Partner generieren Umsatz bei der Anbindung des Lernmanagements an die HR-Systeme der Unternehmen oder an die Rechenzentren von Hochschulen oder öffentlichen Einrichtungen.
  3. Die Entwicklung und die Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Content ist unattraktiv oder sie wird nicht von potentiellen Kunden wahrgenommen. Niemand wird die Entwicklung von passendem Content und dessen langfristige Pflege übernehmen, wenn kein Honorar fließt.

 

III) Wo sieht die bluepages gmbh ihr Betätigungsfeld

  1. Dozenten und Kursleiter nutzen die Plattform effizienter, wenn eine Einstiegsqualifizierung mit Beratung und Support einhergeht: Das soll durch leicht verständliche Paketangebote erleichtert werden. Der Einstieg für Studenten, Ausbilder und Pädagogen kann für kleine Budgets angeboten werden: http://bluepages.de/service-fuer-die-moodleclouds-von-dozenten/ 
  2. Bisher gibt es nur wenige frei verfügbare oder handelbare Kurse, welche üblichen Qualitätsanforderungen genügen. Oft werden Urheberrechte nicht beachtet oder es gibt nur pdf-Lagerstätten. Das bluepages-Konzept zur Finanzierung von Produktionen mit verzögerter Freigabe als OER ist für Investoren attraktiv. Wer investiert erhält die Vorabversion sofort. Die produzierten Materialien werden nach zwei Jahren als OER bereitgestellt: http://bluepages.de/oer-projekte-durch-einbeziehung-eines-time-lags-finanzieren/

OER-Projekte durch Einbeziehung eines Time-Lags finanzieren

Ein Konzept mit Fallbeispielen zum Content- und Tool-Funding beschreibt, wie die Finanzierung von OER-Autoren gelingen könnte.
„Open Educational Resources (OER) sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Eine solche offene Lizenz ermöglicht den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen. Dabei bestimmen die Urheber selbst, welche Nutzungsrechte sie einräumen und welche Rechte sie sich vorbehalten.“ Zitat von der Website der Deutschen UNESCO Kommission

Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD aus dem Jahr 2013 sind OER erwähnt: „Schulbücher und Lehrmaterial (…) sollen, soweit möglich, frei zugänglich sein, die Verwendung freier Lizenzen und Formate ausgebaut werden.“ Diese Erklärung blieb offensichtlich folgenlos. Ergebnisse sind jedenfalls schwer auffindbar. Das ist sowohl auf unseren Föderalismus als auch auf die bürokratischen Hürden bei der Bildungsförderung zurück zu führen. Bekenntnisse zu OER klingen gut und sind billig. Die Produktion von OER ist jedoch nicht zum Nulltarif zu haben und bedarf einer umfassenden Finanzierung. Autoren, die freie Lehrmaterialien erstellen, haben ein Recht auf Entlohnung. Viele würden ihr Material sofort als OER bereitstellen, wenn sich Mäzene für die Zahlung angemessener Honorare finden. In unserem Land funktioniert das Mäzenatentum jedoch nur in PR-trächtigen Sportarten.
Warum sollte man Budgets für die OER-Beschaffungen bereitstellen, wenn andere, die das nicht tun, den gleichen Nutzen davon haben?
Wer investiert will Vorteile haben!
Daher müssen Investoren belohnt werden. Z.B. durch die frühzeitige Nutzung von Bildungsmaterialien, die erst im zeitlichen Abstand von zwei Jahren nach einer vollständigen Finanzierung und Fertigstellung als OER bereitgestellt werden. Private und öffentliche Investoren zahlen für die erhaltenen Vorabversionen, wenn die von ihnen präferierten Gruppen dadurch Vorteile haben und ihnen nebenbei ein Imagegewinn als Förderer von Bildung zufällt.

 

Fallbeispiel zu einem Content-Funding Projekt
„OER-Beschaffung zur digitalen Grundausbildung“

Der Autor X hat als IT-Trainer in vielen Berufsjahren die Kurse zum Computerführerschein auf der Basis eines anerkannten Lernzielplans selbst produziert und zusammengestellt. Die umfangreichen Materialien dienen der Prüfungsvorbereitung für den Europäischen Computerführerschein auf der Basis von 7 Modulen. Im Gesamtumfang sind hunderte von Videos und Prüfungsfragen zur Selbsteinschätzung enthalten. Alle Jahre wieder gibt es neue Software-Versionen. Jetzt muss das 3 bis 10 Jahre alte Material aktualisiert werden.

Zu finanzierende Leistung: Der Autor X benötigt ca. ein Jahr, um das Material auf den Stand von 2017 zu bringen. Für seine Autorentätigkeit und seine vertraglich zugesicherte Bereitschaft, das Material im Abstand von zwei Jahren nach der vollständigen Finanzierung als OER freizugeben, setzt der Autor einen Honorar-Einmalbetrag von 100.000 Euro fest.

Gegenleistung: Investoren, die sich gemeinschaftlich an der Finanzierung des Honorars vom Autor X beteiligen, erhalten regelmäßig die neueste Version und dürfen diese innerhalb des vereinbarten Rahmens nutzen. Dazu stellt der Autor der Nutzergruppe des Investors Y das gesamte vorhandene Material bereit – zwei Jahre bevor es allgemein als OER genutzt werden darf. Die von den Investoren benannten Nutzergruppen können auf Wunsch als Betatester im Produktionsprozess einbezogen werden, um dem Autor X Verbesserungen vorzuschlagen. In den beiden Jahren bis zur Umwandlung in OER gilt für das Material das übliche Urheberrecht mit „Alle Rechte vorbehalten“. Wer nicht bis zur OER-Freigabe warten will, kauft sich vorher die gewünschten Nutzungsrechte vom Autor. Wenn dessen Einnahmen seine mit 100.000 Euro definierte Gewinnschwelle übersteigen, kann er sie zur Anschubfinanzierung von Folgeprojekten nutzen. Als freischaffender Künstler kann er neue Projekte den in Frage kommenden Investoren erst ab einem bestimmten Grad der Fertigstellung anbieten. So können dann auf die gleiche Weise zukünftige OER geplant und bereitgestellt werden.

 

 

Fallbeispiel zu einem Tool-Funding-Projekt für Lernplattformen
„OER-Quiz-Generator zur Erstellung von Fragen für Lernkontrollen und Selbsttests“

Der Programmierer und Autor X hat ein Tool erstellt, mit dem automatisch auswertbare Tests in wesentlich kürzerer Zeit produziert werden können als bisher.

Zu finanzierende Leistung: Anstelle von manuellen Einträgen in Fragenerfassungsformularen auf Lern-Plattformen treten automatische Abläufe zur Produktion importier barer XML-Dateien.
Aus Tabellen werden die Fragen und Antworten automatisch eingelesen und verarbeitet. Bei vorliegenden Vokabellisten sowie ähnlichen Zuordnungs- und Multiple-Choice-Fragen beschleunigt der Generator die Erfassung um ein Vielfaches. Die verfügbaren Quizgeneratoren liefern JavaScript-Dateien und Moodle-XML für die in Europa am weitesten verbreitete Lernplattform. Basis für die Verwaltung der Fragen und Antworten ist die verbreitete Standardsoftware Excel mit der integrierten VBA-Entwicklungsumgebung und einem zusätzlichen Compiler.

Gegenleistung: Jeder kann seine Fragen und Antworten mit dem Quiz-Generator in Tabellen verwalten und auf Knopfdruck eine importier bare Fragensammlung erzeugen. Die Sortier- und Filterfunktionen zur Fragenauswahl sind den meisten Kursleitern und Dozenten bekannt, wenn sie mit Tabellenkalkulations- und Datenbanksoftware vertraut sind. Gegebenenfalls können diese Kenntnisse schnell erworben werden. Die Handhabung des Tools ist dann in wenigen Minuten erklärt.
Die im Hintergrund arbeitende Programmierung hingegen ist eine Blackbox. Der unsichtbare Code ist sehr komplex. Umfassende Kenntnisse sowohl der Moodle-Fragetypen als auch der Excel-VBA-Programmierumgebung sind nötig, wenn jemand den Code nach dem Ablauf der Sperrfrist verstehen möchte. Das Knowhow wurde in Monaten erarbeitet. Daher ist ein Gesamthonorar von 100.000 Euro für die Überlassung des Quellcodes für den späteren OER-Einsatz angemessen. Ist das Gesamthonorar von den Investoren gezahlt, wird der Quellcode des Tools nach Ablauf von zwei Jahren veröffentlicht, so dass ihn jeder nutzen und verändern kann. Bis dahin erhalten Investoren kompilierte, lauffähige Vollversionen mit einer Befristung, die sich am Investitionsvolumen bemisst. Das kompilierte Tool funktioniert mit Excel-Versionen ab 2003.
Zur Nachprüfung der behaupteten Effizienz können potentielle Investoren eine auf 2 Tage befristete Testversion erhalten.

 

Beschreibung der Projekt-Risiken und Chancen

Risiken: Werden die Finanzierungsziele für die OER nicht bis zum festgelegten Zeitpunkt erreicht, bleiben Projekte unvollendet. Die Investoren müssen den Anspruch auf eine vollständige Fertigstellung aufgeben, weil dem Autor nicht die benötigten Mittel zur Verfügung gestellt werden können: Die OER-Finanzierung ist fehlgeschlagen. Der Autor darf vereinnahmte Zahlungen behalten, wenn er seine Zusagen und Vorablieferungen bis zu dieser Frist eingehalten hat. Im Gegenzug erhalten die Investoren als Entschädigung die unbefristeten Nutzungsrechte an allen bereits erstellten Materialien dieses unvollendeten OER-Projektes welches abgebrochen und nicht freigegeben wird.

Chancen: Ist die Finanzierung erfolgreich, muss der Autor sein Versprechen erfüllen und die vollständigen Materialien fristgerecht bereitstellen. Die von den Investoren benannten Gruppen haben vom Projektanfang an unterbrechungsfreien Zugriff auf das entstehende Material. Der Autor darf während der Frist bis zur OER-Freigabe weiterhin die nicht exklusiven Nutzungsrechte verkaufen. Seine dadurch erzielten Mehreinnahmen können zur Vorfinanzierung neuer Projekte verwendet werden. Am Tag nach der vereinbarten Sperrfrist von 2 Jahren muss das Material mit einer CC-BY oder CC0 Lizenz allen interessierten OER-Plattformen angeboten werden. Ab diesem Zeitpunkt kann es jeder im Sinne der UNESCO kostenlos nutzen, kopieren und verändern sofern die vom Autor X favorisierte CC-BY Lizenz Anwendung findet.
Eine Anregung für diesen Beitrag kam von der Zeit: http://www.zeit.de/digital/internet/2012-07/unglue-ebook-creative-commons

Service für die MoodleCloud von Dozenten *

Die bluepages gmbh bietet ab sofort Pakete zum Support von Dozenten an, wenn die MoodleCloud als Ergänzung des Unterrichts genutzt werden soll.
Das Angebot richtet sich an Studenten, Ausbilder und Pädagogen die mit kleinem Budget einen effizienten Einstieg planen.
Eine kostenlose Videokonferenz stellt vorab sicher, dass alle benötigten Merkmale auf der vorhandenen Umgebung gegeben sind.

*) Skalierbare Angebote bei https://moodlecloud.com/en/ ermöglichen, dass jeder Dozent die Lernplattform Moodle nutzen kann. Wenn man gegen die Werbung in der Fußzeile nichts einzuwenden hat, geht das sogar kostenlos.
2) Werden weitere Videokonferenzen gewünscht, wird jede angefangene Viertelstunde mit 15 Euro zuzüglich MwSt. berechnet.
Neue Kunden zahlen den Paketpreis per Vorkasse.
3) Die Plattform konrad.moodlecloud.com kann mit dem Teilnehmernamen eu und dem Kennwort 1st kostenlos besucht und erkundet werden. Dort sind auch Schulungen und Beratungen per Videokonferenz möglich. Wer ein Paket bucht, ist berechtigt, den Kurs für seinen eigenen Klassenraum in einer Moodlecloud zu kopieren und beliebig zu modifizieren. Die Nutzungsdauer für das lizenzierte Material ist auf die Dauer des Abonnements beschränkt.
4) Die vierteilige Playlist zeigt die Videos aus einem Workshop. Der dort gezeigte Quizgenerator konnte während und nach der MoodleMoot in der Uni Mannheim getestet werden. Eine Testversion mit 2 Tagen Laufzeit kann auf Anfrage als ZIP-Datei auf konrad.moodlecloud.com bereitgestellt werden.

Crowdfunding soll Quizgeneratoren finanzieren

Ein Besuch der documenta 14 in Kassel mit Begleitung des Geschäftsführers der bluepages gmbh ist ein möglicher Return on Investment unseres Crowdfunding Projektes.

Ziel ist es, kreative Investoren zu überzeugen, damit wir mit deren Unterstützung effiziente und einfach zu handhabende Quiz-Generatoren auf der Basis von Excel für Lern- und Content Management-Systeme entwickeln und vermarkten können.
In zwei Videos und der Beschreibung der Honorierung von Investoren ist das Projekt in englischer Sprache auf der Crowdfunding Plattform von Kickstarter dokumentiert.

99 Euro für den Kurs zum Online-Journalismus

Hintergrund: Das Internet ist mittlerweile beliebter als Fernsehen und Zeitungen.

Wer es versäumt, dort permanent präsent zu sein, wird kaum noch wahrgenommen.

Ab 1. Februar bieten wir den Kurs zum Online-Journalismus zum Preis von 99 Euro auf unserer Lernplattform an.

Zielgruppe: Organisationen, Firmen, Bildungseinrichtungen, Freiberufler

Kursziel: Sie erwerben die Kompetenzen, um eine Plattform wie apsen.net aufzubauen.

Einrichtung und Bedienung einer Plattform für das Web-Content-Management

Wahl passender Foto- oder Videokameras

Einholung der Genehmigung der Beteiligten für die Veröffentlichung des Materials

Anordnung von Kamera, Beleuchtung und Personen

Verständigung über Themen für die Diskussion (Drehbuch)

Aufzeichnung der Diskussion

Schnitt des aufgezeichneten Videomaterials

Konvertierung der Videoformate

Verwendung mehrere Kanäle zum Mischen von Video, Bild und Tonsequenzen

Videoproduktion für eigene Plattform, DVD oder YouTube-Publikation durchführen.

Schlagworte und Texte bei YouTube hinzufügen

Video im CMS einbinden oder verlinken

Video bei sozialen Plattformen bekanntgeben

Nach Ihrer Anmeldung können Sie alle Kursmaterialien bis zum Jahresende 2015 nutzen. Sollten Sie dabei feststellen, dass ein persönlicher Workshop an unserem Standort Kassel hilfreich ist, können Sie zum Tagessatz von 599 Euro unsere jungen Teammitglieder buchen. Für ein Tageshonorar von 999 Euro steht Ihnen Konrad Rennert persönlich zur Verfügung.

Interessenten an persönlichem Coaching sollten trotzdem schon sofort den Onlinekurs buchen. Die genannten 99 Euro werden einmalig bei der Abrechnung des Tageshonorars gut geschrieben. Nutzen Sie die Materialien im Onlinekurs, um sich effektiv auf den individuellen und persönlich durchgeführten Kurs vorzubereiten. Wer mit unserer Unterstützung online Berichterstattung betreiben will, kann ab sofort auf uns zählen. Die Kosten für den Knowhow-Transfer werden transparent abgerechnet. Für weitere Auskünfte steht Ihnen unser Mitarbeiter Marius Rennert zur Verfügung. Wenn Sie ihm via Email Ihre Telefonnummer zukommen lassen: marius.rennert@bluepages.de

Lebenslanges Lernen lernen

Wir sind schon lange erwachsen und haben wenig Ahnung vom Haussanieren, lebenslangen Lernen und der Lebens- und Altersplanung. Aber wir können Internet auf jeder nur denkbaren Hardware!
Für die Deutschlehrer unter den Lesern: Die Einleitung ist in „Twitter-Deutsch“ geschrieben. Der in ähnlicher Weise verfasste Tweet einer 17 jährigen Schülerin bringt unser Anliegen genau auf den Punkt. Wir lernen viele Dinge in der Schule, aber für das Leben lernen wir zu wenig.
Das kann Schule auch nicht leisten. Lehrpläne wollen Normierungen. Das ist gut als Basis für die Bildung. Im Prinzip sollen alle die gleichen Chancen haben. Schul- und Hochschulbildung wird von Kultusministerien geregelt und ganz schlecht kann das deutsche System nicht sein, sonst stünde unser Land im Vergleich der Volkswirtschaften nicht so gut da.
Wichtig für das Leben sind die Begleitumstände. In welchem Elternhaus wurde man geboren. Motivierten uns die Eltern, neue Entdeckungen zu machen. Wie empfand man seine Mitschüler, konnte man schon früh dauerhafte Netzwerke bilden, die gegenseitigen Nutzen brachten. Man nennt das heute „Vorbereitung einer Win-Win-Situation“. Diese Aspekte können nicht durch Lehrpläne geregelt werden. Jeder Mensch braucht Intuition bzw. soziale Intelligenz, um im geeigneten Moment seine Chance zu nutzen. Das gilt für das ganze Leben:
Es ereignet sich etwas Unvorhergesehenes und man muss daraufhin reagieren. Bei einem unserer Projekte war es der Tod und das Vermächtnis einer neunzigjährigen Journalistin. Wir kannten Sie vierzig Jahre aber erst nach ihrem Tod eröffneten uns ihre Archive, was unsere Gesellschafterin Elke Rennert von ihr geerbt hatte. Daraus entstand unser Projekt apsen.net – sharing experience.


Das Kerngeschäft der neu ausgerichteten bluepages gmbh wird der Verlag von online Kursen und Assessments sein. Wir produzieren einige Kurse selbst, weil wir dafür die Manpower und die Kompetenzen haben. Wir laden jeden ein, der seine Kompetenzen und seine Ideen zur Bildung online veröffentlichen möchte. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag „Autoren gesucht„.

Naina hat via Twitter allgemeine Erkenntnisse zur Schulbildung erzwungenermaßen auf den Punkt gebracht.
Telegrammartige Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen verhindern Schwafeleien bei der Nachrichtenübermittlung. Wer mehr zu sagen hat und dafür ein Forum sucht, kann sich an unsere Redaktion wenden. Wir sprechen gern mit Leuten, die sich Gedanken um die Bildung jenseits von Schule und Hochschule machen ->  redaktion@bluepages.de

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