Angebot zur Erstellung von Open Educational Resources

Zur Zielgruppe des per Video gemachten Angebotes gehören besonders die MdBs aus den Ausschüssen für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie des Ausschusses Digitale Agenda.
Bisher was Bildung reine Ländersache. Bei der Förderung digitaler Bildungsmedien für den deutschen Sprachraum ist Kleinstaaterei wenig zielführend. Die SPD-Abgeordnete Saskia Esken und ihr CDU-Kollege Sven Volmering freuen sich, dass erstmals ein kleiner Etat zur Förderung von freien Bildungsmaterialien bereitgestellt wurde:

Die Debatten kann auf den YouTube Kanälen von Phoenix oder Sven Volmering in voller Länge ansehen.
Das was hier ins Gespräch gebracht werden soll, sind die von Bildungspolitikern geforderten offenen Bildungsressourcen (OER). Die bluepages gmbh will diese und das Knowhow für deren Produktion liefern und benötigen Ansprechpartner.
Warum sind diese Offenen Materialien wichtig?
Schüler schleppen kiloweise Bücher zwischen Schule und Wohnung hin und her, weil hierzulande noch nicht mit dem notwendigen Eifer nach zeitgemäßen Alternativen für Materialien gesucht wird.
Digitales Fasten ist in den meisten Schulen immer noch der Alltag. Die Möglichkeiten des Internets für Bildung und Weiterbildung sind in den Schulen und dem Arbeitsalltag noch nicht hinreichend angekommen. Konrad Rennert war IT-Trainer und Ausbilder und sah, wie Lehrer und Kollegen mangels IT-und Internet-Kompetenzen verunsichert wurden
Patrizia Lips, die Vorsitzende des Ausschusses Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sagte zum Abschluss eines der Videos: „Die Jugend will lieber angeregt als unterrichtet sein.“ Und zitierte damit Goethe, der das schon vor über 200 Jahren erkannte. Goethe würde statt ‚Jugend‘ heute das Wort ‚Menschheit‘ gebrauchen. Wir wollen nicht frontal unterrichtet werden, sondern teilhaben, weil das durch das Internet besser denn je ermöglicht wird.
Sowohl die nicht mehr zeitgemäße Auslieferung der Materialien auf Papierbasis als auch das Urheberrecht schließen einen kreativen Einsatz der Bildungsmaterialien aus. Üblich ist noch immer, dass nichts kopiert und verändert werden darf. Lehrer riskieren Strafen wenn sie es mit dem falschen Material tun. Schüler führen ein Doppelleben weil Kommunikation und Kreativität außerhalb des Unterrichts stattfinden muss.
Das Urheberrecht behindert den Fortschritt weil es vor Jahrzehnten für analoge Medien gemacht wurde. Verlage können damit scheinbar noch gut leben. Sie sollten sich jedoch der Verdrängung des Brockhaus durch die Wikipedia bewusst sein. Den Bildungsmaterialien könnte es bald ähnlich ergehen, wenn sie sich nicht neuen Ideen aufgeschlossen zeigen.
Lehrer können das Urheberrecht derzeit hervorragend als Ausrede heranziehen, um sich den Herausforderungen durch das Internet zu entziehen. Es ist zu komplex ist und verleitet nur dazu auf das altbewährte zu setzen, weil man ja damit kein Risiko eingeht.
Autoren und Verlage haben dennoch eine Existenzberechtigung als Produzenten und Qualitätsgaranten. Es gibt Finanzierungsmodelle, die Unsicherheiten abbauen. Die Huffington Post und die Zeit haben die Vorgehensweise beschreiben, die gewählt werden könnte.
Alteingesessene Verlage und junge Startups und ihre Autoren können gut damit leben, wenn die Entwicklung von digitalem Unterrichtsmaterial einmalig angemessen honoriert wird, um dann für immer als OER deklariert zu werden. Diese Bildungsressourcen sind dann für jedermann frei nutzbar und dürfen permanent verbessert werden.
Unser Gemeinwesen lebt vom technologischen Vorsprung. Wenn OER aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden, finanzieren wir nur unseren zukünftigen Wohlstand in Mitteleuropa.
Wir schaffen auch Möglichkeiten für qualifizierte Zuwanderer aus fremden Ländern. Unsere Sprache und Kultur können sie von fern kennenlernen und sie müssen nicht bei null anfangen wenn sie hier ankommen. Wer unsere Sprache im Online-Studium gelernt hat, wird auch sonst schnell lernen, hier auf eigenen Füßen zu stehen.
Die freie Auswahlmöglichkeit bei OER benachteiligt niemanden beim Zugang zur Bildung und Weiterbildung nur weil er keine Mittel für den Kauf hat. Jedermann und besonders Lehrer und Schüler können zu einer stetigen Weiterentwicklung vorhandenen Materials angeregt werden. Wer es besonders gut macht, wird uns mit ganz neuen Methoden beglücken so wie DORFUCHS aus Sachsen, der Musik und Mathe zusammenbringt.
Die bluepages gmbh stellt eigene OER unter CC-BY-SA Lizenz bereit, damit es Autoren und Kunden gewinnt. Bereitgestellte Downloads ermöglichen dass es auf den am häufigsten genutzten Lernplattformen sofort installiert werden kann. Jedermann kann die Materialien testen. Der komplette Code ist frei zugänglich.
Materialien ohne CC-BY-SA Lizenz dürfen nur von einzelnen Personen kostenlos getestet werden. Wenn interessierte Lehrer dieses Material Ihren Schülern bereitstellen möchten, müssen zunächst die Konditionen mit den Trägern verhandelt werden. Solche Verhandlungen würden komplett entfallen, wenn diese Materialien mit einer Einmalzahlung als OER bereitgestellt würden. Der Kostenvorteil wäre für beide Seiten enorm. Verlage müssten keine Abmahnanwälte bezahlen oder komplexe Bezahlmethoden entwickeln, Lehrer könnten sich auf den Unterricht unter Einbeziehung digitalen Materials aus urheberrechtlich eindeutig definierter Quelle beziehen. Unglücklich wären nur die Abmahnanwälte und Verlage, die sich gegen eine Share Economy wenden und Nachteile befürchten müssen.

Sollten Sie an einer offenen Diskussion vor dem Hintergrund des Internets und dieser Videoplattform interessiert sein, freue sich der Autor über jeden Kommentar unter dem Video auf seinem Kanal.
Willkommen ist auch klassisches Feedback in Form von Telefonaten, Briefen oder Email.
Eine Zusammenstellung des zitierten Unterricht per Video finden Sie [hier]. Die erwähnte Möglichkeit zum Download gibt es [hier].