Die Apsenchronik enthält über 100 Jahre Familiengeschichte aus dem Baltikum und Russland

Das Fallbeispiel mit der Auswertung einer umfangreichen Sammlung alter Dokumente zeigt, wie Geschichte via Online-Lerneinheit vermittelt werden kann.
Die napoleonischen Kriege vertrieben einen Vorfahren der Apsens, den Sachsen Johann August Hagen aus Pirna in das russisch besetzte Baltikum. Dort gelangten Hagen und seine Nachfahren zu Ansehen und Wohlstand. Sie arbeiteten als Lehrer und Musiker, Architekten, Gutsverwalter, Ingenieure und Kaufleute. 100 Jahre später war es vorbei. Der 1. Weltkrieg und die beginnende Oktoberrevolution vernichteten viele Lebenswerke und vertrieben den größten Teil der Familie aus Russland. Paul Apsen, ein Urenkel des am Ende seines Lebens geadelten „J.A. von Hagen“ arbeitete als Ingenieur in Kassel. Die Machenschaften der nationalsozialistisch gesteuerten Deutschen Arbeitsfront in den Kasseler-AEG-Werken trieben ihn am Silvestertag des Jahres 1942 in den Freitod. Das 1935 von ihm und seiner Frau Marie erbaute Haus wurde am Neujahrstag 1945 bis zur Kellerdecke von Bomben zerstört. Marie, die Witwe baute es mit ihren Töchtern Helga und Ingrid im Jahr 1947 wieder auf. Elke Rennert besuchte seit 40 Jahren das Haus und seine Bewohnerinnen und organisierte die Pflege und den Nachlass der letzten Apsen-Frauen. Zahlreiche Dokumente und Bilder wertet der Historiker Michael Steinmetz, der bei der bluepages gmbh angestellt ist, jetzt aus. Die unten stehende Liste mit Videos zeigt, was bisher schon vorliegt.