CLIL: Option zur Erschließung von Fremdsprachen mit den Möglichkeiten der Digitalisierung

Die Muttersprache ist die Sprache, die man am besten beherrscht, weil man sie in der frühen Kindheit von einer vertrauten Bezugsperson gelernt hat.

Bei den meisten Menschen war diese Bezugsperson weder Sprachwissenschaftler noch Lehrerin mit Schwerpunkt Grammatik. Im Kontext der eigenen Bedürfnisse und der Erkundung von Unbekanntem lernte man von Eltern und Angehörigen die Bewältigung komplexer Abläufe im persönlichen Umfeld kennen.

Fazit: Die Muttersprache lernt man im kommunikativen Kontext ohne Pauken von Vokabellisten und Grammatikregeln. Man lernt Wörter, Sätze und Konzepte, weil man sieht, dass man sie braucht.

Ähnlich ist es beim Inhalts- und sprachintegrierten Lernen – engl.: Content and language integrated learning (CLIL). Vor dem Start von CLIL mit einer Fremdsprache hat man schon ein hinreichendes Sprachniveau erworben, z.B. B1. Ab diesem Niveau kann man sich neue Worte im sprachlichen Kontext erschließen, weil man sie in der Anwendung braucht. Das wird um so leichter gelingen, als dass man einen interessanten Lehrstoff erneut als Konserve, d.h. als Erklärvideo abrufen kann und im Bedarfsfall den gesprochenen Text als Untertitel in wählbaren Sprachen sieht.

„Sprachwissenschaftler haben herausgefunden, dass sich das Hörverständnis für Fremdsprachen durch untertitelte Filme (in der Originalsprache) verbessern lässt. Zudem kann die Schreibweise von bereits gelernten Wörtern durch das Lesen von Untertiteln überprüft und gefestigt werden. Untertitel sind somit nicht nur für hörgeschädigte und gehörlose Menschen ein toller Service, sondern eben auch für alle Menschen, die Deutsch lernen wollen.“ Quelle: https://www.ndr.de/fernsehen/barrierefreie_angebote/untertitel/Deutsch-lernen-mit-untertiteln-in-der-ARD,lernenmitut100.html

Werden untertitelte Filme im Kino oder im Fernsehen konsumiert, ist das genaue Verständnis einzelner Begriffe nicht so wichtig wie bei Erklärvideos, welche sich mit MINT-Fächern oder der Vermittlung von Know-how zu Standard-Apps beschäftigen. Dank KI bei automatischen Übersetzern wie DeepL können die manuell transkribierten Untertitel sofort in viele verbreitete Sprachen übersetzt werden. In mehreren Durchläufen kann man das Verständnis der Originalsprache mit der gewählten Untertitel-Übersetzung und mit dem eigenen Verständnis der Zusammenhänge vergleichen und danach das Video noch einmal ohne Untertitel anhören.

Falls das manuelle Transkript verfügbar ist und die Nutzungsrechte geklärt sind, lassen sich damit auch eine Vokabelliste und ein Glossar erzeugen.

Im reinen Sprachunterricht müssen Handlungen konstruiert werden, um die Notwendigkeit zum Erlernen des Vokabulars und der Grammatik zu belegen. Das entfällt bei den Begriffen aus Erklärvideos. Die Worte stehen in den Listen, weil sie im Zusammenhang mit der Anwendung verwendet werden und damit notwendig sind. Weil die Wortwahl im Kontext des echten Bedarfs notwendig ist, bleibt davon mehr im Gedächtnis haften als beim Auswendiglernen von Vokabeln zu einer konstruierten Handlung, wie wir sie üblicherweise in Lehrwerken zu den Fremdsprachen finden. Das korrekte Einhalten von Regeln steht weit hinter dem Verstehen der Sprache zurück.

Wer das Erlernen von Fremdsprachen mit CLIL-Prinzipien perfektioniert, geht damit ähnlich vor, wie wir unsere Muttersprache erlernten.

Konrad Rennert hat beruflich und privat sehr häufig mit Menschen Kontakt, welche Deutsch als Fremdsprache sprechen. Deshalb hat er die folgende Präsentation bei YouTube mit Untertiteln in 28 Sprachen bereitgestellt.

Tandem learning for Ukrainian refugees with advanced German skills

[DE-Text zum Tandemlernen] If you want to find well-paid work in Germany, you not only need to have completed an education, but you also need to speak German well.

You can still get help with your written application, but at the latest during the interview employers will determine whether you have sufficient language skills.

Language courses with the technical jargon for different professions are usually not offered by the further education institutions. Often the number of registrations for B2 or C1 courses at German adult education centers is not sufficient for an economic implementation in the occupational fields in question.

With the method of tandem learning in language-area-wide video conferences, German-speaking tandem partners can train the technical jargon for various professions with job-seeking refugees. As a rule, only German is spoken during this process. This is also the reason why advanced German language skills are required for this language learning method.

For job-seeking refugees, tandem learning is free of charge if German-speaking partners can be found on our platforms who are willing to volunteer to help.

German-speaking tandem partners work unpaid. Ideally, they work in similar professions as the refugees or have gained experience there before retiring. The motivation for helpers can be altruistic or based on an interest in intercultural communication. However, the German-speaking tandem partner might also be interested in recruiting new employees or new work colleagues, e.g. in nursing professions, in the catering industry or in agriculture. Even in IT professions many Ukrainians are well educated and can quickly find work if the language skills are sufficient.

In any case, it is optimal if the volunteer speaking partner has experience in adult education, e.g. as a trainer, teacher or vocational school teacher, or in a social profession. Retirees interested in intercultural communication are also welcome if they are familiar with conducting video conferences, e.g., Skype, Zoom, Google Hangouts, or alfaview.

A case study of a successful language tandem already exists: https://tandem.bluepages.de/konzept

On the mentioned website you can get detailed information and watch a presentation of the initiator with a duration of 15 minutes.

The offer is not a competing offer to existing language courses, but a supplement, which takes into account that in usual groups with language lessons there is only little time for the word contributions of individual participants. If the teacher uses 50% of the speaking time and there are 20 participants, only a little over 2% of the time is left for the individual to speak.

In tandems, each partner has about 50% speaking time. This is an important addition to the existing language courses.

If the refugees do not yet have any knowledge of German, the basics must first be built up in A1, A2 and B1 language courses. These are offered by adult education centers and other educational institutions. Those who already have German language skills can find a self-assessment test at Deutsche Welle: https://learngerman.dw.com/uk/overview

Those who have reached language level B1 can then register for the interview round: https://tandem.bluepages.de/anmeldung

Volunteer partners for the language tandems should themselves have level C2 if they speak German as a second language. This means they speak German just as well as someone who grew up in Germany.

Pressemitteilung: Aufruf zur Gründung eines Online-Weiterbildungsmarktplatzes

Im Video „Kiew, Kamerun und die Weiterbildung“ erläutert Konrad Rennert, wie global organisierte Weiterbildung in Sachen Fremdsprachen bereits anderenorts funktioniert und wie er sich die Gründung einer deutschen Plattform vorstellt.

Die global-agierende Plattform Preply wurde 2012 in Kiew gegründet und vermittelt mittlerweile 140.000 Online-Tutoren aus 50 Ländern. Wer sich in einer Fremdsprache weiterbilden möchte und sich mit muttersprachlichen Lehrern per Videokonferenz treffen will, kann zunächst passende Profile herausfiltern und dann sehr kurzfristig eine Probestunde buchen. Um sich einen persönlichen Eindruck von der Funktionalität der Preply-Plattform zu verschaffen, buchte Konrad eine Lehrerin in Kamerun für den Französisch-Unterricht seiner Frau.

Die regelmäßigen 1:1 Videokonferenzen funktionieren meistens sehr gut. Nur selten gibt es Aussetzer oder einen störenden Time-Lag. Weil das Pro-Kopf-Einkommen in den früheren Kolonien viel niedriger ist, sind die Honorare der Sprachlehrer für europäische Verhältnisse bescheiden. Die Qualifikation und die Motivation der Lehrer ist jedoch hoch. Die Lehrerin aus Kamerun stellt Materialien auf einer Lernplattform bereit, wie wir sie von Moodle oder Ilias an Schulen und Hochschulen kennen. Das Geschäftsmodell der in Kiew gegründeten Plattform funktioniert im Bereich der Fremdsprachen und könnte für alle Weiterbildungsthemen übernommen werden, in denen Distanzunterricht und 1:1 Coaching denkbar sind.

Mittel und langfristig könnten nicht nur freiberufliche Kursleiter der Volkshochschulen Interesse haben, sich ein weiteres Standbein zu schaffen, sondern viele Angehörige der freien Berufe und auch junge Rentner, welche nach einem Berufsleben gelegentlich ihre vielseitigen Erfahrungen per Videokonferenz weitergeben möchten. Kunde kann jeder werden, der sich nach dem Eintritt in den Beruf schnell punktuell weiterbilden möchte und sich seinen 1:1 Trainer oder Coach mal schnell ins Home-Office holen will. Unsere berufliche Aus- und Weiterbildung ist durch ein Duales System geprägt. Damit haben Plattformen wie Preply noch keine Erfahrung. Hier sieht Konrad Rennert sehr gute Chancen für ein Startup im deutschsprachigen Raum: Die Preply-Plattform könnte als Vorlage dienen, welche mit deutschen Besonderheiten und rechtlichen Vorgaben ergänzt werden muss.

Konrad Rennert stellt seine bluepages GmbH zum raschen Aufbau und Betrieb eines Online-Marktplatzes bereit. Sie ist sofort handlungsfähig, wenn sich Risikokapitalgeber finden und zwei Geschäftsführer (m/w): Ein technischer Geschäftsführer verantwortet die Plattformentwicklung, ein weiterer den kaufmännischen Teil, d.h. die Finanzierung und den Bereich Marketing. Zur Abschätzung des Kapitalbedarfs in den Finanzierungsrunden können neben den veröffentlichen Zahlen von Preply aus Kiew auch die von italki aus Hongkong oder Verbling aus San Franzisko dienen.

Details werden im Video und auf der Website des Initiators erläutert: https://konrad-rennert.de/aufruf-zur-gruendung-eines-online-weiterbildungsmarktplatzes

The substitution of the adult education center by global continuing education platforms

Die Substitution der Volkshochschule durch globale Weiterbildungsplattformen Le remplacement du centre d’éducation des adultes par des plates-formes globales de formation continue
Suomi Italiano Português Español

The Internet is becoming a global marketplace for customized training according to personal budget.

In the following storytelling, only the names of those involved have been changed; any resemblance to people still living is not entirely coincidental.

Willy and Helene have worked in educational professions for many decades. Willy is a trainer and instructor in information technology. Helene is an educator and has retained her curiosity about people through her interactions with children. Now both receive pensions and still take jobs that seem interesting to them.

Willy runs a YouTube channel with several hundred explainer videos. Many of these explainer videos are interesting for professionals because they explain interesting functions of common software. Willy has known Excel since he showed the previous versions on the Apple Macintosh to trade show visitors in Hannover in 1985. He also has decades of experience with databases as a seminar instructor. As an online trainer, he has been teaching his course participants only via video conference for the past 6 years.

Thanks to his YouTube channel, Willy does not have to spend money on advertising. Visitors are informed that Willy offers additional help on the content of the videos for a fee. For short questions, he answers for free in the comments of the videos. There are many requests that cannot be answered in one sentence. Willy has already received several orders from Germany, Austria, Switzerland and Spain.

Before Willy accepts orders, he talks to the potential new customers. It is important whether a trouble-free videoconference is possible and whether the customers can show their questions and wishes on case studies.

If this is successful, Willy can calculate the expected duration and costs.

So far, this has always been a win-win situation for both sides. The inquirers could be helped without delay via video conference. Travel costs are not incurred, new questions and open points during video conferences could be clarified a few days later. Willy’s fee for the completed projects is between 500 and 5000 Euro. This is not much for companies, if their employees acquire high competences with it and projects are brought to success earlier thanks to external help.

What started with an explanatory video on YouTube led to success after the conversation via video and a few video conferences. The key is personal contact and brainstorming on real projects with the goal of finding and improving solutions.

Willy has been working online via home office for many years. Many people from his environment have only involuntarily arrived at the home office since the Covid-19 pandemic. For many people, that was a shock. But some also see the opportunities presented by technology for education and training.

Willy’s wife, Helene, used to take French classes in the county seat. Then the teacher died suddenly and no replacement was found to continue with advanced French conversation. There are courses in the Kassel Volkshochschule further away, but they don’t fit Helene’s schedule at all. If they did, she would have to travel by car for exactly as long as the courses took. In the evenings, there are no suitable train and bus connections in Northern Hesse.

Improving her French skills is very important to Helene because she has many contacts with friends abroad. She can speak English with many of them; her English from school is sufficient for that. Unfortunately, few French people can hold conversations in English and few French people can speak German. Helene’s youngest son has been living with a French woman for years. There is an invitation to meet their family in Savoy. This motivates Helene to improve her French language skills so that she can have the usual conversations during mutual visits.

Willy has been using the Internet for personal education since it became available. There have never been any suitable courses for his needs in northern Hesse. Years ago, he booked a course at Udemy to quickly learn a new programming language via explanatory video. It was no more expensive than a book and much easier to understand because you could see in the picture what the instructor was explaining in English. He didn’t need personal support because he already knew many programming languages and was familiar with the contexts.

When Willy once again talked to Helene about a trip to France, he remembered the Udemy offer and also found a suitable course for Helene: Start at the A2 level in French for advanced beginners to reach the B1 level for independent language use. As a new customer, Helene only had to pay 15 euros instead of the usual 99 euros at Udemy.

The experienced instructor explains well in the videos and his exercises are of good quality to engage with the vocabulary to the sections. However, the direct contact with French speakers is missing. That was the only advantage in the adult education courses. With 8 to 10 classmates, even for a few minutes per double period, one had the opportunity to speak and be corrected when one made mistakes.

Willy looked for opportunities to come into direct contact with native French speakers. He found intermediaries in Hong Kong, China; Kiev, Ukraine; and San Francisco, where there are thousands of teachers to choose from. Helene watched the introduction videos of some French teachers and found Julia in Cameroon, Africa.

In the trial lesson, she found that while there are occasional picture glitches in the video conferences, the voice quality is usually very good. When you only have to pay 8 euros per hour to talk directly to the teacher, you put up with the quality fluctuations of the Internet connection. The decisive factor for the choice was that Julia is very motivated and speaks English and German in addition to French as the main language. One also commits oneself for only a few hours. 6 hours of individual lessons with Julia cost about 50 euros. As the schedule, which can be seen from both sides, allows, you take the individual hours as it just fits. Optimal with Helene are 2 to 3 hours per week. If you book more hours, you get a quantity discount.

With group lessons at the VHS, you can’t reschedule appointments. Helene missed some appointments because her grandchildren suddenly had to be looked after. With Julia, she can arrange everything to fit and a video conference room is always free when an appointment is set. Even if the platform in Kiev is down because of the problems in Ukraine, they can meet. Julia and Helene have tested Skype as well as Google Meet and Zoom and can switch rooms during the conversation.

Helene now has the perfect learning environment, and at a cost she used to have to pay for a VHS course: learn French on her own from the Udemy conserve at any time and then use it with Julia from Cameroon in the arranged video conferences. So far, the combination is working out very well because she gets advice from Willy on technical issues.

Helene’s friend is married to a French wine grower. If she wants to join her on a wine tour through the vineyards of the Medoc, she buys the course “Expert en dégustation de vin en 50 minutes” at Udemy for 25 euros. If Julia from Cameroon can’t do an expert talk on wine tasting, Helene books some videoconferencing with Cindy from Burgundy “Bonjour, je m’appelle Cindy, je suis française originaire de Bourgogne ,région de dégustation de fromages et de vins.” Cindy can be found on the Chinese platform italki and is currently teaching from South America. Her extensive language skills can be seen in the video on top.

When adult education centers close again during the next lockdown or have no suitable offerings, people configure the right continuing education for leisure and work on global platforms. What seems like science fiction today will soon be possible thanks to virtual reality. As pensioners, Willy and Helene will no longer be able to travel carefree through Africa or the Andes. But soon they will be able to buy 3-D virtual reality glasses. With them, they could travel through Cameroon or the Andes with their teachers from their sofa at home. All that’s missing then is the right food and drinks for the breaks. Perhaps in a few years, biotechnology will supply 3-D printers for preparing exotic food to complement the shared taste experience.

Weiterbildung mit neuen Plattformen und Strategien effektiver machen

 

Making continuing education more effective with new platforms and strategies Rendre la formation continue plus efficace grâce à de nouvelles plates-formes et stratégies

Für Bildung und Weiterbildung ist die Corona-Pandemie disruptiv. Besonders außerhalb des deutschsprachigen Raumes erfuhren Lernplattformen bereits einen enormen Aufschwung. Der Autor ist selbst seit vielen Jahren in der Weiterbildung tätig und beschreibt ein Konzept, welches den Bedürfnissen betrieblicher Weiterbildung Rechnung trägt.

Im Klassenverband lernen Schüler auf Vorrat. Vieles davon wird man nach der Schule nie wieder benötigen und unter Allgemeinbildung verbuchen.

Berufstätige Erwachsene haben wenig Zeit und bilden sich wahrscheinlich punktuell weiter, wenn es erforderlich wird.

Das Angebot der Volkshochschulen (VHS) ist eher dem Vorratslernen und der Allgemeinbildung zuzuordnen. VHS-Angebote, sind davon abhängig was die Kursleiter der Region anbieten können. Erste Versuche mit Online-Kursen per Videokonferenz werden seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie auch von VHS gemacht. Wer die Weiterbildungslandschaft jenseits der Deutsch-sprechenden Welt beobachtet, empfindet das weder als agil noch als effektiv. An den Kursleitern liegt das nicht, sondern an einer Vielfalt von Plattformen, welche aussehen, als ob die Kreisschulbehörde den für das nächste Jahr geplanten Unterricht bekannt gibt. Datenschutz verhindert, dass man von den Kompetenzen der Kursleiter und Dozenten etwas erfährt, was man vorher noch nicht wusste. Dass Weiterbildungsangebote auch anders gehen, stellt man bei Recherchen im Internet fest.

Marktplatzmodelle für die Weiterbildung

Udemy: Wer kurzfristig und unbürokratisch moderne Weiterbildungsangebote studieren möchte, findet mehr als 170.000 Kurse in einem Bezahl-MOOC bei Udemy. Davon sind allerdings nur 6.500 in Deutsch. Udemy bedient bisher den Bedarf an asynchronen Kursen, d.h. Erklärvideos stehen im Mittelpunkt. Kunden erwerben für Beträge ab 12 Euro einen unbefristeten Zugang zu den Kursen. Per Mail oder Forum kann man Kontakt zu einigen der Udemy Autoren aufnehmen, um Fragen zu klären. Die Udemy-Materialien können sogar in die Lernmanagement-Systeme von Unternehmen eingebunden werden. Dort kann man in eigener Regie synchrone Komponenten in Form von Workshops und Coaching per Videokonferenz ergänzen.

Sprachplattformen: Es gibt mehrere Plattformen auf denen man Sprachunterricht bei Muttersprachlern für die unterschiedlichsten Anforderungen in jeder verbreiteten Sprache buchen kann. Wegen des europäischen Imperialismus seit der Zeit des Columbus werden die wichtigen europäischen Sprachen auf allen Erdteilen gesprochen. Meist sind es jüngere Akademiker, welche 1:1 die Bildungswilligen auf Videokonferenzplattformen unterrichten, mit denen jeder zurechtkommt, der sich im Homeoffice an Zoom gewöhnt hat. Zu Honoraren weit unter unseren Mindestlöhnen können die Lehrer in den weit entfernten Ländern gut davon leben. Auf den Plattformen in Hongkong (italki), Kalifornien (Verbling) oder der Ukraine (Preply) kann man deren Bewerbungsseiten samt der zugehörigen Vorstellungsvideos sehen.

Ein Schnupperkurs mit diesen Sprachlehrern ist in wenigen Minuten gebucht und mit PayPal bezahlt.

Tests ergaben, dass sowohl die Motivation als auch die Kompetenz der per Videokonferenz unterrichteten Lehrer sehr hoch ist. Jeder dieser akademischen Stundenlöhner möchte Stammkunden gewinnen, welche die nächsten Unterrichtskontingente beim ihm oder ihr buchen.

Weiterbildung für Berufstätige beinhaltet aber mehr als Fremdsprachen und Interkulturelle Kompetenz. Ideal wäre eine Kombination des asynchronen Unterrichts mit der Vielfalt des Udemy-Angebotes mit den Videokonferenzen auf den Sprachplattformen. Fremdsprachen lernen an Themen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Gesundheit und Fitness, Sprache, Musik, Technologie und besonders der IT. Bei Udemy sind synchrone Komponenten in Form von Videokonferenzen nicht integriert. Man könnte aber beim Autor des Kurses anfragen, ob das möglich ist. Der Geschäftsführer der bluepages gmbh ist kein Udemy Autor, aber er ist Autor vieler YouTube-Erklärvideos und erhält zunehmend Anfragen, ob er per Teams, TeamViewer, ZOOM usw. Workshops und Coaching machen könnte.

Hybrides-Konzept für neue offene Weiterbildungsplattform

Dieser Bedarf zeigt, dass eine offene Weiterbildungsplattform auf der Basis von Suchmaschinen und künstlicher Intelligenz gute Chancen hätte, die Weiterbildung zu bereichern.

Anbieter: Autoren, Coaches, Dozenten und Kursleiter fassen ihre Veröffentlichungen zusammen, auf deren Basis sie bereit sind, gegen Honorar direkte Unterstützung per Videokonferenz zu liefern.

Kunden: Weiterbildungswillige geben Stichworte auf der Plattform ein und begutachten die Trefferliste bezüglich der „Must-haves“ und der „Nice-to-haves“.

Einiges gilt es zu beachten: Auf privaten Endgeräten kann man sich bei beliebigen Plattformen anmelden. Für betriebliche Weiterbildung scheiden Anbieter außerhalb der EU in der Regel aus, weil nicht nur der Datenschutz eine Rolle spielt, sondern auch Befürchtungen in Sachen Wirtschaftsspionage nicht von der Hand zu weisen sind. Jede Plattform, die nicht von der hauseigenen Administration freigegeben und verwaltet wird, ist eine potenzielle Gefahr.

Wer als Trainer oder Coach Aufträge erhalten möchte, muss die Kundenwünsche akzeptieren. Eine in der EU angesiedelte Plattform muss sinnvolle Kundenwünsche berücksichtigen und ein offener Marktplatz sein. Der Aufbau der Formulare muss so übersichtlich sein wie bei Online-Reiseagenturen zur Buchung von Reiseunterkünften inklusive Flügen und Mietwagen. In entsprechend aufgemachten Suchformularen müssen die Weiterbildungswilligen ihre Vorgaben machen, z.B. zum Thema der Weiterbildung, Kompetenzstufe, Videokonferenzsoftware und vorhandener Plattform.

Auf dem Marktplatz kommen via intelligenter Suchmaschine kompetente Anbieter und Weiterbildungswillige zusammen. Ob man zusammenpasst, stellt man per Videokonferenz fest. Im Erfolgsfall legt man Umfang und Dauer fest. Idealerweise entsteht daraus eine längere Zusammenarbeit. Denkt man, dass es bessere Optionen gibt, geht man zum nächsten Experten.

Von großem Nutzen könnten auch ehemalige Führungskräfte, Experten und Unternehmer aus Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung oder freien Berufen sein, wenn sie ihre Expertise per Videokonferenz einbringen können.

Der Autor ist selbst im Alter der Wirtschaftssenioren. Mit dem oben eingebetteten YouTube-Video will er den Dialog mit möglichen Gesprächspartnern vorbereiten.

Landkartendarstellungen mit Excel erstellen können

Covid-19, Impfquoten, Wählerwanderungen, Treibhausgase, Zustrom von Migranten, all das schlägt sich in Daten nieder. Mit der Landkartendarstellung im Tabellenkalkulationsprogramm Excel ist das leicht zu veranschaulichen. Globale Datensammlungen stellen z.B. die Johns-Hopkins-Universität und „Our World in Data“ (OWID) bereit. OWID ist eine Online-Publikation, welche Datenmaterial über die Entwicklung der Lebensverhältnisse der Menschheit zusammenfasst und in verschiedenen Datenformaten bereitstellt.

Erkenntnisse durch die Analyse globaler Daten sollen nicht nur den Absolventen von MINT-Studienfächern möglich sein, sondern jedem mit Interesse an den Entwicklungen auf unserer Erde und mathematischem Interesse, welches über den Einsatz der Grundrechenarten hinausgeht. Die Ausrüstung für den Zugang zum Internet mit der üblichen Office-Software ist zumeist vorhanden. Im Home-Office kann man leichter an anspruchsvollen Seminaren und Workshops teilnehmen, weil die Teilnehmer aus dem gesamten Sprachraum kommen können und sich nicht auf den lokalen Einzugsbereich von Volkshochschulen beschränken müssen (s. Angebot unten).

Wer ein Gespür für Anomalien hat, muss lernen, wie man das Datenmaterial aufbereitet. Daten müssen vergleichbar gemacht werden, um sie passend darzustellen. Die absolute Zahl der Covid-19-Toten eines afrikanischen Landes ist nicht mit denen von Deutschland oder den USA vergleichbar. Vergleichbar werden die Zahlen, wenn man sie durch die Einwohnerzahl dividiert und mit dem gleichen Faktor multipliziert. Nimmt man als Faktor 1 Million, so erhält man vergleichbare Zahlen für die Länder und nennt die normierten Zahlen „Tote pro Million“. In den USA als dem nach Einwohnern größten Land Amerikas gab es bis Ende Oktober 2168 Tote pro Million. In Nigeria als dem Einwohner-mäßig größtem Land Afrikas gab es nur 13 Tote pro Million. Selbst wenn man davon ausgeht, dass in Nigeria vielleicht nur die Hälfte der Toten erfasst wurde, unterscheiden sich die Zahlen um Größenordnungen. Dieser Unterschied ist überall in Afrika zu beobachten, wo es kaum Menschen mit weißer Hautfarbe gibt. Covid-19 Inzidenzen sind dort niedrig, wo wenig getestet wird, deshalb sind Vergleiche stärker mit Fehlern behaftet als die Vergleiche von Toten pro Million. Massenbestattungen wurden in den USA, Brasilien und Indien von den Medien registriert, aber nicht in Afrika.

Diese Diskrepanz bedarf der Erklärung und sollte sich im Handeln und in Veröffentlichungen der WHO wieder finden. Die Forderungen des WHO-Direktors nach Patentfreigaben nutzen derzeit nichts, weil es in den Ländern Afrikas an der kompletten Infrastruktur für die Produktion hochwertiger Impfstoffe fehlt. Selbst in hochentwickelten Ländern wie Deutschland braucht es Jahre, bis eine Produktionsstätte in Betrieb genommen werden kann und die Lieferketten für die tiefgekühlten Rohstoffe und Fertigprodukte funktionieren. Die Problematik ist in einem Beitrag erörtert. https://www.deutschlandfunk.de/patente-auf-impfstoffe-wie-die-coronakrise-den-patentschutz.2897.de.html?dram:article_id=496854

Langfristig würde die Patentfreigabe den Europäern schaden, weil ihre geistigen Leistungen in der Biotechnologie entwertet würden und asiatische Länder wie China Milliarden an Entwicklungskosten sparen.

Im letzten Absatz fließt schon die Auswertung und Interpretation der Datenanalyse ein. Es ist Aufgabe von Regierungspolitik, das umzusetzen, was auf Basis von Fakten geboten scheint. Widersprüche und inkonsistente Entscheidungen lassen an den Qualitäten der Handelnden zweifeln und helfen sowohl Querdenkern und anderen Verschwörungstheoretikern als auch den Populisten unter den Politikern.

Selbst seriöse Medien wie der Spiegel setzen durch eine Komposition von Bildern und unvollständigen Fakten mehr auf Emotionen als auf Aufklärung über Realitäten. Dabei bleiben zum Beispiel Widersprüche unerklärt, wie die beiden Links aus dem Spiegel zeigen.

https://www.spiegel.de/international/world/vaccine-apartheid-unfair-distribution-hampers-global-vaccination-drive-a-d87756f1-674a-42ce-90f8-6c5c28a43b02

https://www.spiegel.de/ausland/corona-impfungen-in-afrika-im-suedsudan-und-malawi-muessen-impfdosen-weggeschmissen-werden-a-bc1e1e59-9bde-4e53-94a5-32aff4693294

Wer mehr auf gut aufbereitete Fakten als auf emotional aufgeladene Fotos setzt, kann am kostenlosen Workshop des Autors teilnehmen: https://konrad-rennert.de/denkwerkstatt-datenanalyse-mit-excel-kartendiagrammen und sich über die Email-Adresse workshop@konrad-rennert.de den Zugangslink senden lassen.

Seminarangebot: Datenanalyse mit den Daten von ourworldindata.org

 

Konrad Rennert: “Als Physik-Student lernte ich bei der Erstellung meiner Diplomarbeit, wie wichtig die Validierung von Argumenten und Behauptungen ist. Die Erkenntnisse der Forscher und Naturwissenschaftler Bayes und Gauß bildeten die wissenschaftliche Basis für meine Analysen und der Computer war dabei mein Werkzeug.

Eigene Erfahrungen mit Datenanalyse und daraus gewonnene Erkenntnisse beeinflussen seitdem mein Denken und Handeln und damit auch mein Urteil über Politiker und deren Handeln: Die Aussagen der Physikerin Angela Merkel und des Mediziners und Gesundheitsökonoms Karl Wilhelm Lauterbach nehme ich ernst, weil sie auf der Basis von Fakten nachvollziehbar und nicht widersprüchlich sind. Deren Erkenntnisse gehen aber leider kaum oder zu spät in Regierungshandeln ein.

Das Handeln von Joe Biden, Xi Jinping, Boris Johnson und Benjamin Netanjahu in Sachen der Pandemiebekämpfung und der Impfkampagne ist für ihre Nationen segensreich, weil sie damit Milliardenschäden infolge sonst erforderlicher Lockdowns vermeiden. Die drei Letztgenannten würde ich nie freiwillig wählen, aber ihr Handeln ist effizient und durch den Erfolg begründbar. Erfolg basiert auf Macht und Wissen in Form analytischer Fähigkeiten. Wenn man das Wissen selbst nicht hat, braucht man erfahrene Berater mit derartigen Kompetenzen.

Die EU und unser Land haben Fehler gemacht, sonst ständen wir im internationalen Vergleich bei der Pandemiebekämpfung nicht so schlecht da. Der Wahlausgang im September ist daher völlig ungewiss, weil sich kaum ein Politiker glaubwürdig als Macher präsentieren kann. Widersprüchliche Aussagen und schlechte Entscheidungen verunsichern die Wählerschaft.

Unsere Leitmedien tragen auch nicht immer zur Aufklärung bei. Journalistischer Dilettantismus und die Gier nach Einschaltquoten oder Auflagenzahlen fördern Diskussionen über widersprüchliche Schlagzeilen statt in der Sache. Verstärkt werden die Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Journalisten. Suggestive Schlagzeilen ohne belastbare Fakten und emotional belastete Farbenwahl bei Darstellungen sind mir selbst bei der Tagesschau aufgefallen. So wurde mein Vertrauen in die Glaubwürdigkeit unserer Leitmedien abgebaut.

Durch meine Vorbildung bin ich immunisiert, um auf den Unsinn von Querdenkern, Verschwörungstheoretikern, radikalen Parteien oder anderen Verfassungsfeinden hereinzufallen, die unser Land ins Chaos stürzen könnten. Ich mache mir nur noch Aussagen zu eigen, die ich auf Basis von Fakten nachvollziehen kann.

Andere sind nicht durch Bildung und Wissen gegen falschen Glauben immunisiert und fallen auf falsche Behauptungen herein. Greta Thunberg hat mit ihrem Handeln zum Nachdenken über den Klimawandel beigetragen. Wenn sie sich jedoch PR-wirksam zur Pandemie äußert, wirkt sie unglaubwürdig, weil sie sich nicht auf belegbare Fakten stützen kann. Wer anderen glaubt und selbst nicht in der Lage ist, Behauptungen zu begründen, sollte schweigen, um nicht mit Verschwörungstheoretikern in einen Topf geworfen zu werden.

Um das Wissen um die Analyse von Daten zu mehren biete ich mein Datenanalyseseminar preiswert für ältere Schüler, Studenten, Politiker und alle an Politik interessierten Menschen an. Für Menschen ohne eigenes Einkommen ist mein Online-Seminar kostenlos.”

Weitere Quellenangaben: https://twitter.com/GretaThunberg/status/1380440024014069761

https://ourworldindata.org

Vorstellung des Free-CourseWare-Konzeptes

Durch die Covid-19 Pandemie erfahren das Arbeitsleben und die Schulbildung eine Disruption.
Nichts wird mehr so sein, wie es vor 2020 war. Viele Menschen haben sich daran gewöhnt aus dem Home Office zu arbeiten. Viele Schüler mussten sich daran gewöhnen, dass sie nicht mehr am gewohnten Ort mit ihren Lehrern interagieren können.
Um an digitaler Bildung teilnehmen zu können, benötigt man aktuelle Materialien. Konrad Rennert produziert schon viele Jahre Online-Kurse und Erklärvideos. Aktuelle Produktionen für Homeoffice und Homeschooling veröffentlicht er unter dem Oberbegriff CourseWare. Jeder kann sie kostenlos nutzen. Die CourseWare zu den Office-Apps wurde im 1. Quartal 2021 freigegeben. Anspruchsvolle Fortsetzungen zum Thema Excel, Access und PowerPoint werden gerade mit realen Daten der Johns-Hopkins-Universität gestartet.
Mit der „Analyse von Pandemiedaten“ wird ein Thema von globaler Bedeutung angesprochen.
Nur wer Daten selbst analysiert, hat Wissen aus 1. Hand und kann Falschmeldungen und deren Urheber entlarven: „Wer nichts weiß, muss alles glauben“(Marie von Ebener-Eschenbach).